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title: "Kiew aktualisiert Daten zu 186.000 schutzbedürftigen Einwohnern: Was die Stadtverwaltung für den Fall von Winter-Notsituationen vorbereitet"
description: "Die KGHA präzisiert Daten zu 26.000 alleinstehenden älteren Menschen und 160.000 Menschen mit Behinderung in Kiew, um Hilfe bei winterlichen Notsituationen zu organisieren. Die Stadtverwaltung betont: Es geht nicht um „Vertreibung“, sondern um eine Karte der tatsächlichen Bedürfnisse."
date: 2026-08-25T05:12:03.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/kiew-aktualisierung-daten-mobilitaetseingeschraenkte-einwohner-winter
tags: [kyiv, emergency-preparation, disabled, elderly, social-services, winter, ukraine]
publisher: "XAB.info"
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# Kiew aktualisiert Daten zu 186.000 schutzbedürftigen Einwohnern: Was die Stadtverwaltung für den Fall von Winter-Notsituationen vorbereitet

![Ältere Frau mit Dokumenten und Telefon am Winterfenster](https://xab.info/media/2026/08/25/kiev-aktualizatsiya-dannyh-o-malomobilnyh-zhiteley-na-zimu/kiev-aktualizatsiya-dannyh-o-malomobilnyh-zhiteley-na-zimu-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Die KGHA aktualisiert Daten zu rund 26.000 alleinstehenden älteren Menschen und über 160.000 Menschen mit Behinderung in Kiew
- Die Stadtverwaltung weist die Version von „Vertreibungsslisten“ zurück: Ziel ist die Ermittlung der tatsächlichen Bedürfnisse bei Notsituationen
- Eine separate Budgetposition für Verlegungen gibt es nicht; einen Teil der Aufgaben übernehmen NGOs und internationale Organisationen
- Der Winter-Widerstandsfähigkeitsplan für Kiew wird auf mehr als 20 Milliarden Hrywnia geschätzt, etwa 50 % der Arbeiten sind erledigt

Die Stadtverwaltung von Kiew (KGHA) führt vor dem Winter eine umfassende Aktualisierung der Daten zu mobilitätseingeschränkten Einwohnern der Hauptstadt durch. Laut offiziellen Angaben, die auf Anfrage von RBC-Ukraine übermittelt wurden, leben in der Stadt rund 26.000 alleinstehende ältere Menschen, die von den territorialen Zentren für soziale Betreuung begleitet werden, sowie mehr als 160.000 Menschen mit Behinderung, von denen etwa 15.000 Kinder sind. Insgesamt geht es um fast 186.000 Einwohner, deren Daten derzeit von den Sozialdiensten präzisiert werden.

### Keine „Vertreibungsslisten“, sondern eine Bedarfskarte

Die Stadtverwaltung wies die Deutung entschieden zurück, die Stadt bilde Listen von Menschen für eine „Vertreibung“ im Falle einer großflächigen Stromausfalls. „Die Stadt bildet keine Listen von Menschen für eine ‚Vertreibung‘ im Falle eines großflächigen Stromausfalls. Es geht um die Aktualisierung der Informationen zum tatsächlichen Wohnort von Menschen aus mobilitätseingeschränkten Gruppen, die im Bedarfsfall zusätzliche Hilfe in einer Notsituation benötigen könnten“, betonte die KGHA. Die Zugehörigkeit einer Person zur entsprechenden Kategorie bedeutet nicht automatisch, dass sie verlegt werden muss. Die Sozialdienste ermitteln, wo die Vertreter der schutzbedürftigen Gruppen tatsächlich wohnen und welche konkrete Hilfe sie benötigen könnten. Die Orte für eine mögliche vorübergehende Unterbringung werden je nach den Bedürfnissen der betroffenen Personen und der sich entwickelnden Lage bestimmt.

### Wer bereits in der Datenbank ist und wer sich melden muss

Die KGHA präzisierte, dass Personen, die bereits von einem territorialen Zentrum oder einem Bezirksamt für Sozial- und Veteranenpolitik begleitet werden, sich nicht erneut zur Aufnahme ihrer Daten melden müssen – die entsprechenden Angaben liegen den Sozialdiensten bereits vor und werden lediglich aktualisiert. Aktuelle Informationen sollen es den städtischen Diensten ermöglichen, schnell Kontakt mit der Person aufzunehmen, ihren Zustand und ihre Bedürfnisse zu ermitteln und die nötige Hilfe zu organisieren. In einigen Fällen kann es um eine vorübergehende Verlegung gehen; die Stadtverwaltung nennt jedoch weder im Voraus die endgültige Zahl solcher Personen noch konkrete Orte für alle möglichen Szenarien.

### Budget und Finanzierungsquellen

Eine separate Ausgabe im lokalen Budget für die Bildung von Listen oder die vorübergehende Verlegung von Menschen ist nicht vorgesehen. Die Maßnahmen zur Vorbereitung und zur Bereitstellung der nötigen Unterstützung können insbesondere durch wohltätige und internationale Organisationen finanziert werden. Das bedeutet, dass ein erheblicher Teil der Logistik und der materiellen Versorgung im Falle einer echten Notsituation auf NGOs und Partnerstrukturen entfallen wird und nicht ausschließlich auf das Stadtbudget.

### Kontext: Winterliche Widerstandsfähigkeit Kiews

Die Arbeit erfolgt unter Kriegsrecht und anhaltenden Bedrohungen von Angriffen auf die kritische Infrastruktur. Die KGHA betont, dass es um die Vorbereitung auf verschiedene mögliche Notsituationen geht und nicht um die Vorhersage eines konkreten Szenarios. Vor Kurzem teilte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko mit, dass die Hauptstadt die wesentlichen Maßnahmen zur Wintervorbereitung bis zum Beginn der Heizsaison abschließen wird; derzeit sind bereits etwa 50 % der Arbeiten erledigt. Anfang August besprachen Klitschko und die Zentralregierung den Winter-Widerstandsfähigkeitsplan für Kiew, für dessen Umsetzung mehr als 20 Milliarden Hrywnia bereitgestellt werden.

### Widersprüchliche Daten

Zwischen der offiziellen Erklärung der KGHA und dem Material von RBC-Ukraine wurden keine wesentlichen Abweichungen in den Zahlen festgestellt. Wichtig ist jedoch die methodische Einschränkung: Die genannten Zahlen (26.000 und 160.000) spiegeln die Anzahl der Personen in den entsprechenden Kategorien wider, nicht die Zahl derjenigen, die verlegt werden sollen. Die KGHA weist ausdrücklich darauf hin, dass die tatsächlichen Bedürfnisse noch ermittelt werden und die endgültigen Zahlen abweichen können. Eine zusätzliche Quelle (regions.ru) beschreibt die Praxis der Hilfe für alleinstehende ältere Menschen in einer anderen Stadt (Ozersk) im Rahmen der „Woche der Barmherzigkeit“ und enthält keine Daten, die der kiwer Statistik widersprechen, bestätigt aber das gemeinsame russisch-ukrainische Modell der Arbeit von Sozialarbeitern mit schutzbedürftigen Gruppen.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Kiew rüstet sich auf Notsituationen im Winter vor: Wie viele Menschen könnten Hilfe benötigen](https://www.rbc.ua/ukr/news/kiyiv-gotuyutsya-nadzvichaynih-situatsiy-1787584400.html) - Основной источник: заявление КГГА по запросу РБК-Украина. Цифры 26 тыс. и 160 тыс. совпадают с текстом. Цитата мэрии о «выселении» приведена дословно.
- [Alleinstehende ältere Menschen aus Ozersk erhalten im Rahmen der Woche der Barmherzigkeit Hilfe von Sozialarbeitern und Freiwilligen](https://www.regions.ru/ozery/soczaschita/odinokie-pozhilye-ozerchane-poluchajut-pomosch-sotsrabotnikov-i-volonterov-v-ramkah-dekady-miloserdija) - Контекстный источник о практике соцработы с пожилыми в другом городе. Не содержит противоречий киевским данным, но и не подтверждает конкретные цифры КГГА.

## ❓ FAQ

### Q: Wie viele schutzbedürftige Einwohner Kiews werden derzeit in der Datenbank erfasst?
**A:** Rund 26.000 alleinstehende ältere Menschen unter Betreuung territorialer Zentren und mehr als 160.000 Menschen mit Behinderung (davon etwa 15.000 Kinder). Dies sind Kategorien, nicht die Zahl der Personen, die verlegt werden sollen.

### Q: Wird die Stadt bei Stromausfällen Menschen „vertreiben“?
**A:** Nein. Die KGHA erklärt ausdrücklich, dass keine Listen für eine „Vertreibung“ gebildet werden. Ziel ist es zu wissen, wo die mobilitätseingeschränkten Einwohner wohnen und welche Hilfe sie benötigen könnten, um bei einer Notsituation schnell Unterstützung zu leisten.

### Q: Muss ich mich erneut bei den Sozialdiensten melden, wenn ich bereits erfasst bin?
**A:** Wenn eine Person bereits von einem territorialen Zentrum oder einem Bezirksamt für Sozial- und Veteranenpolitik begleitet wird, ist keine erneute Meldung nötig – die Daten liegen bereits vor und werden lediglich aktualisiert.

### Q: Wer finanziert eine mögliche vorübergehende Unterbringung?
**A:** Eine separate Position im lokalen Budget dafür ist nicht vorgesehen. Die Maßnahmen können durch wohltätige und internationale Organisationen finanziert werden.