Am Samstag, dem 17. Oktober, fanden die regulären Spiele der Ukrainischen Basketball-Superleague statt, bei denen zwei völlig unterschiedliche Spielverläufe im Mittelpunkt standen. Der Hauptstadtklub Kiew-Basket ließ Tscherkassky Mawpy auf heimischem Parkett keine Chance und feierte einen überzeugenden 93:61-Erfolg, während Saporischschja in einem hart umkämpften Spiel Riwne mit 86:81 bezwang und den vierten Saisonsieg einfuhr. Beide Partien sahen eine deutliche statistische Überlegenheit der Gastgeber, unterschieden sich jedoch im Grad der Dramatik erheblich: Während die Gäste in Kiew zu keiner Zeit ins Spiel fanden, fiel die Entscheidung in Riwne erst in den letzten Minuten.

Kiew-Basket gegen Tscherkassky Mawpy: Klare Verhältnisse zur Halbzeit

Die Kiewer rissen das Geschehen von Beginn an an sich und erspielten sich schnell einen komfortablen Vorsprung. Das erste Viertel endete mit 23:4 zugunsten der Hausherren; Tscherkasy hatte massive Probleme in der Offensive, während der Hauptstadtklub seine Angriffe konsequent verwertete. Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild kaum — Kiew-Basket entschied das Viertel mit 27:15 für sich und ging mit einer deutlichen 31-Punkte-Führung (50:19) in die große Pause. Nach dem Seitenwechsel stabilisierte sich Tscherkassky Mawpy zwar: Das dritte Viertel ging mit knappen 21:20 an Kiew, und im Schlussabschnitt erzielten beide Teams jeweils 22 Punkte. Dennoch reichte der im ersten Durchgang herausgearbeitete Vorsprung den Gastgebern mühelos zum ungefährdeten 93:61-Sieg (Viertel: 23:4, 27:15, 21:20, 22:22).

Topscorer und Rebound-Dominanz in Kiew

Bester Werfer der Sieger war Cameron Clardy mit 20 Punkten und fünf Assists. Weitere 15 Zähler steuerte Kolawole von der Bank bei, während Ilja Kabazjura neun Punkte und 12 Rebounds verbuchte. Auch unter den Körben dominierten die Kiewer deutlich mit 51:36 Rebounds, und der maximale Vorsprung der Gastgeber betrug im Laufe der Partie 37 Punkte. Bei Tscherkassky Mawpy glänzte Jewgeni Korowjakow mit einem Double-Double aus 20 Punkten und 10 Rebounds, doch seine Leistung allein reichte nicht aus, um das Spiel zu drehen.

Riwne gegen Saporischschja: Ein packendes Finale

In der zweiten Begegnung des Tages empfing Riwne das Team aus Saporischschja. Die Gäste erwischten den besseren Start und zogen schnell auf 19:7 davon. Die Hausherren kämpften sich jedoch heran und verkürzten den Rückstand: Saporischschja gewann das erste Viertel mit knappem Vorsprung (21:17). Auch im zweiten Abschnitt behielt die Mannschaft von Jewgeni Issakow mit 24:20 die Oberhand, sodass die Teams beim Stand von 45:37 für Saporischschja in die Kabinen gingen. Nach der Pause kontrollierten die Gäste das Geschehen weiter, gewannen das dritte Viertel mit 23:22 und bauten den Vorsprung auf neun Punkte aus. Riwne gab sich nicht geschlagen und steigerte sich im Schlussviertel (22:18), konnte den Rückstand jedoch nicht mehr komplett aufholen — Endstand 86:81.

Die Schlüsselfaktoren für Saporischschjas Sieg

Dmitri Martynow avancierte mit 23 Punkten und fünf Assists zum Topscorer der Partie. Aufseiten von Riwne überzeugten Alexander Ponossow mit 18 Punkten und Demarius Jacobs mit 17 Zählern. Saporischschja entschied auch das Rebound-Duell mit 39:29 für sich, wobei vor allem die starke Freiwurfquote (21 Treffer bei 23 Versuchen) den Ausschlag gab. Diese Präzision an der Freiwurflinie sicherte den Gästen in der hektischen Schlussphase den knappen Erfolg, als Riwne bis auf wenige Punkte herankam.

Fazit des Spieltages

Zusammenfassend boten die Samstagsspiele zwei völlig verschiedene Szenarien: In Kiew dominierte Kiew-Basket nach Belieben und ließ dem Gegner keine Chance, während Saporischschja in Riwne einen harten, aber verdienten Arbeitssieg einfuhr, um die eigene Tabellenposition zu festigen. Damit bot der Spieltag der ukrainischen Superleague sowohl ein Schützenfest für die Favoriten als auch Nervenkitzel bis zur Schlusssirene.