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title: "Kiew baut Schutzvorrichtungen an Denkmälern teilweise ab: Schimmel und Pflanzen unter Abdeckungen entdeckt"
description: "Kiew entfernt teilweise Schutzkonstruktionen von Denkmälern, nachdem Schimmel, wuchernde Vegetation und Korrosionsrisiken unter den Abdeckungen entdeckt wurden. Die KMDA begründet die Entscheidung mit der Notwendigkeit von Inspektionen."
date: 2026-10-29T19:10:34.497Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/kiew-baut-schutzstrukturen-an-denkmaelern-ab
tags: [kyiv, cultural-heritage, monuments, war-damage, restoration]
author: "Darja Fomina, Marina Sliwenko"
publisher: "XAB.info"
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# Kiew baut Schutzvorrichtungen an Denkmälern teilweise ab: Schimmel und Pflanzen unter Abdeckungen entdeckt

![Ein Arbeiter in einer orangefarbenen Weste auf einer Arbeitsbühne inspiziert ein in schwarze Folie und Sandsäcke gehülltes Denkmal](https://xab.info/media/2026/10/29/chastichnyi-demontazh-zashchity-pamyatnikov-v-kieve/chastichnyi-demontazh-zashchity-pamyatnikov-v-kieve-1.webp)

## Kernpunkte

- Kiew demontiert teilweise Schutzvorrichtungen an Denkmälern, um die Statuen zu untersuchen.
- Unter Schutzabdeckungen an 18 Denkmälern wurden Schimmel, Pflanzenwuchs und Bronzekorrosionsrisiken festgestellt.
- Der Trümmerschutz funktioniert weiterhin (z. B. Hruschewskyj-Denkmal), daher sind die Entscheidungen für jedes Objekt individuell.
- Parallel dazu erfolgt eine digitale Erfassung des Erbes: 3D-Scans und Photogrammetrie für eine mögliche Restaurierung.

In Kiew wurde damit begonnen, die Schutzvorrichtungen, die in den ersten Monaten des russischen Großangriffs an städtischen Denkmälern angebracht wurden, teilweise zu demontieren. Wie RBK-Ukraina unter Berufung auf die Abteilung für den Schutz des kulturellen Erbes der Stadtverwaltung Kiew (KMDA) berichtet, haben Fachleute unter den Abdeckungen Risiken einer Beschädigung der Denkmalsubstanz selbst festgestellt. Die Entscheidung zum teilweisen Schutzabbau wurde getroffen, um eine umfassende Untersuchung der Sehenswürdigkeiten zu ermöglichen und zu bewerten, ob sie weiterhin abgedeckt werden müssen.

### Warum die Denkmäler überhaupt verkleidet wurden

Schutzbauwerke an Kiewer Denkmälern wurden in den ersten Monaten der Invasion errichtet, um sie vor Druckwellen und Trümmern zu bewahren. Nach Angaben der KMDA haben städtische Dienste zusammen mit Freiwilligen und Wohltätern solche Konstruktionen an 18 Denkmälern errichtet. Ursprünglich wurde diese Maßnahme als Standardpraxis zum Schutz des kulturellen Erbes unter den Bedingungen regelmäßiger Luftangriffe angesehen.

### Was unter den Abdeckungen gefunden wurde

Der langjährige Aufenthalt von Denkmälern unter luftdichten oder dichten Materialien bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen stört das natürliche Mikroklima und schafft Bedingungen für Materialabbau, Schimmelbildung und Korrosion. Bei Inspektionen stellten Fachleute eine Reihe konkreter Probleme fest. Am Marmormonument der Fürstin Olga wurde Schimmel entdeckt, der durch Feuchtigkeitsansammlungen in der Sandschutzabdeckung entstanden war. Unter den Schutzgerüsten des Bohdan-Chmelnyzkyj-Denkmals wuchs Vegetation, deren Wurzeln die Struktur des Sockels zerstörten. Darüber hinaus können aufgrund des sogenannten Treibhauseffekts Ausblühungen und Korrosionserscheinungen an Bronzeteilen auftreten.

### Der Schutz funktioniert nach wie vor

Gleichzeitig betont die KMDA, dass Schutzvorrichtungen den Denkmälern tatsächlich helfen, Schäden durch Trümmer zu vermeiden. Als Beispiel nannte die Abteilung das Mychajlo-Hruschewskyj-Denkmal in der Wolodymyrska-Straße: Bei einem der Angriffe fing das Gerüst den Aufprall ab und schützte das Denkmal vor Beschädigungen. Daher gibt es keine pauschale Lösung – Experten wägen das Verhältnis zwischen der Schutzfunktion der Bauwerke und den potenziellen Risiken ihrer langfristigen Einwirkung ab und wenden bei jedem Objekt einen individuellen Ansatz an.

### Individueller Ansatz und digitale Erfassung

Die Entscheidungen für jedes Monument werden individuell getroffen – abhängig von seinem technischen Zustand, den vorhandenen Risiken und der Sicherheitslage. Schutzkonstruktionen können demontiert, modernisiert oder neu installiert werden. Parallel dazu nutzt Kiew internationale Erfahrungen bei der digitalen Dokumentation des kulturellen Erbes: 3D-Scans, Photogrammetrie und detaillierte Vermessungen ermöglichen die Erstellung einer Dokumentation der Denkmäler, die im Falle einer Beschädigung als wissenschaftliche Grundlage für die Restaurierung oder Wiederherstellung dienen kann. Nach Angaben der KMDA stößt die Erfahrung der Hauptstadt beim Schutz von Denkmälern während regelmäßiger Luftangriffe auf das Interesse der internationalen Fachwelt.

## Faktencheck und Quellen

- [Зачем снимают защиту с памятников в Киеве: объяснение КГГА](https://www.rbc.ua/ukr/news/chogo-znimayut-zahist-iz-pam-yatnikiv-kievi-1793300257.html) - Offizielle Mitteilung der Abteilung für den Schutz des kulturellen Erbes der KMDA: 18 Denkmäler unter Schutz, festgestellte Probleme (Schimmel, Vegetation, Korrosion), individueller Ansatz und digitale Dokumentation.

## Häufige Fragen

### Wie viele Denkmäler in Kiew befanden sich unter Schutzkonstruktionen?

Nach Angaben der KMDA wurden an 18 Denkmälern Schutzkonstruktionen errichtet.

### Warum wird der Schutz entfernt?

Damit Fachleute die Denkmäler umfassend untersuchen und Risiken durch die langfristige Abdeckung wie Schimmel, Pflanzenwuchs und potenzielle Korrosion bewerten können.

### Wird der Schutz vollständig entfernt?

Nein. Die Entscheidungen werden individuell getroffen: Konstruktionen können je nach Zustand des Denkmals und der Sicherheitslage demontiert, modernisiert oder neu installiert werden.