Die Stadtverwaltung von Kiew (KGGA) ist in die aktive Phase der Vorbereitung auf die Heizsaison eingetreten und konzentriert sich dabei auf die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen – ältere Alleinstehende und Menschen mit Behinderungen. Wie Marina Chonda, stellvertretende Leiterin der KGGA, berichtete, zählt die Stadt nicht nur potenzielle Hilfeempfänger, sondern ermittelt die spezifischen Bedürfnisse jedes Einzelnen: Wer benötigt Unterstützung zu Hause und wer muss im Falle eines Strom- oder Wärmeausfalls vorübergehend in einen sicheren Raum verlegt werden?
Wie viele Menschen stehen im Fokus des Sozialsystems?
Den Angaben der Stadtverwaltung zufolge leben in der Hauptstadt mehr als 160.000 Erwachsene und 16.000 Kinder mit Behinderungen. Darüber hinaus sind 26.000 ältere, alleinstehende Kiewer im Sozialsystem registriert und erhalten soziale Dienstleistungen. Chonda betont jedoch, dass die Registrierung in der Datenbank nicht automatisch einen Verlegungsbedarf bedeutet: Die Stadt erstellt eine individuelle Bedarfskarte, um Einrichtungen nicht zu überlasten und Menschen nicht unnötig ihrer gewohnten Umgebung zu berauben.
Was bietet die Stadt konkret in einer Krisensituation?
Für diejenigen, die zu Hause bleiben, sind Verpflegung, «Wärmepakete» und zusätzliche Besuche von Sozialarbeitern vorgesehen. Für jene, die sicherer umziehen sollten, werden Plätze in sozialen Einrichtungen, geriatrischen Pflegeheimen, medizinischen Einrichtungen und speziell vorbereiteten städtischen Räumen bereitgestellt. Derzeit haben sich mehr als 1.200 alleinstehende Rentner und etwa 400 Kinder mit Behinderungen bereit erklärt, vorübergehend umzuziehen; die Beamtin präzisiert, dass dies keine endgültige Zahl ist, da noch die Verifizierung und die Bewertung der Bereitschaft des Einzelnen zum Umzug laufen.
Die Lehre aus dem letzten Winter: Warum alles im Voraus geschieht
Der wichtigste Schluss aus der vergangenen Heizsaison war laut Chonda die Notwendigkeit, den tatsächlichen Aufenthaltsort von Menschen zu kennen, die Hilfe benötigen könnten: Ein erheblicher Teil der Bewohner lebt zwar formell in Häusern, ist aber nicht beim Amt für Sozialschutz oder in den territorialen Zentren registriert, wodurch das «System sie nicht sieht». Zudem gab es im letzten Winter mehr als 3.000 Ablehnungen einer vorübergehenden Verlegung – selbst wenn Platz und Transport bereits vorbereitet waren. Daher klärt die Stadt jetzt im Voraus, ob eine Person Verwandte hat, zu denen sie ziehen könnte, oder ob sie bereit ist, die Einrichtungen der KGGA zu nutzen.
Widersprüchliche Daten
Im Originaltext gibt es Unstimmigkeiten in der Liste der Einrichtungen, in die Menschen verlegt werden könnten: An einer Stelle wird von «sozialen Einrichtungen, geriatrischen Pflegeheimen, medizinischen Einrichtungen oder speziell vorbereiteten medizinischen Einrichtungen» gesprochen, an anderer von «sozialen Zentren», und in Chondas Zitat findet sich eine offensichtliche Wiederholung («medizinische Einrichtungen oder medizinische Einrichtungen oder speziell vorbereitete medizinische Einrichtungen»). Dies ist wahrscheinlich ein redaktioneller oder zitatorischer Fehler, der jedoch eine Mehrdeutigkeit darüber schafft, welche genau Raumtypen in den Plan einbezogen werden. Die Zahlen zu den Kategorien (160.000 Erwachsene, 16.000 Kinder mit Behinderungen, 26.000 ältere Alleinstehende) widersprechen sich hingegen nicht, da sie sich überschneidende, aber unterschiedliche Gruppen beschreiben.
Was bereits für die Saison vorbereitet ist
Das Kiewer städtische Zentrum für soziale Dienstleistungen hat bereits Bedingungen für den Aufenthalt von Kindern mit Behinderungen und älteren Alleinstehenden geschaffen, die städtischen geriatrischen Pflegeheime haben zusätzliche Plätze bereitgestellt, und zwei städtische Rehabilitationszentren sind bereit, Kinder und Erwachsene mit Behinderungen für Krisenaufenthalte aufzunehmen. Für die Einrichtung zusätzlicher Plätze kauft die Stadt im Voraus Betten, Decken, Kissen ein und berechnet die Lebensmittelvorräte für einen minimalen Zeitraum. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, hatte zuvor mitgeteilt, dass die Hauptstadt die wichtigsten Vorbereitungsmaßnahmen für den Winter bis zum Beginn der Heizsaison abschließen werde; derzeit sind etwa 50 % der Arbeiten erledigt.