Unter Kriegsbedingungen setzt Kiew weiterhin umfangreiche Arbeiten zur Entwicklung und Wiederherstellung der städtischen Verkehrsinfrastruktur fort. Der Bürgermeister der Hauptstadt, Witali Klitschko, enthüllte in einem Interview mit dem Fernsehsender „Kiew“ Details aktueller Projekte, die darauf abzielen, die Funktionsfähigkeit des Megastädts aufrechtzuerhalten und die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.

Sanierung der wichtigsten Verkehrsadern

Die Priorität der Stadtverwaltung bleibt die Instandsetzung von Straßen, Brücken und Überführungen. Besonderes Augenmerk wird auf die Reparatur der Metro-Brücke gelegt. Obwohl das Objekt eine der am stärksten frequentierten Verkehrsadern der Stadt ist, an der sich Autoverkehr und U-Bahn-Linien kreuzen, werden die Arbeiten ohne Sperrung des Verkehrs durchgeführt.

Separat thematisierte Klitschko die Sanierung der Paton-Brücke. Zuvor war das Projekt an die Wiederaufbaubehörde übergeben worden, jedoch wurden die Arbeiten laut Bürgermeister nicht ausgeführt, und das Objekt wurde in einem noch schlechteren Zustand zurückgegeben, was zu Zeitverlust führte. Jetzt übernehmen die städtischen Dienste die Kontrolle über den Prozess, um den Betrieb der riesigen Infrastruktur aufrechtzuerhalten.

U-Bahn: Verkehr und Schutz

In der aktuellen Situation erfüllt die Kiwer U-Bahn eine doppelte Funktion. Neben dem Personenverkehr dienen die Stationen des Systems als zuverlässiger Schutzraum für die Einwohner während feindlicher Angriffe auf die Hauptstadt. Daher ist die Beschleunigung des Baus neuer Linien von kritischer Bedeutung.

Aktiv werden Arbeiten an der Linie „Winohrady“ durchgeführt. Klitschko betonte, dass einige neue Stationen dieser Strecke in naher Zukunft praktisch fertiggestellt sein werden. Dies wird nicht nur das Verkehrsnetz entlasten, sondern auch zusätzliche geschützte Zonen für die Bevölkerung schaffen.

Bau der Strecke nach Trojeschtschyna

Fortschritte wurden auch beim Bau der U-Bahn nach Trojeschtschyna verzeichnet. Ein Schlüsselschritt war die Fertigstellung der Arbeiten am Podolsk-Woskressensky-Brückenübergang, der 20 Jahre lang im Bau war. Der Autoverkehr auf dem Objekt wurde bereits freigegeben, und im Inneren des Brückentunnels wurden bereits drei Stationen der zukünftigen Strecke errichtet.

Der nächste Schritt wird der Bau des unterirdischen Teils der Linie sein. Der Bürgermeister gab jedoch zu, dass unter Kriegsbedingungen die Fertigstellungsfristen des Projekts nicht genau genannt werden können. Witali Klitschko betonte, dass die Umsetzung dieses Teils des Programms unmittelbar nach Ende der Kampfhandlungen maximal beschleunigt werden wird.

Neue Routen

Die Entwicklung des Verkehrsnetzes beschränkt sich nicht nur auf große Infrastrukturprojekte. Zum Tag von Kiew wurde eine neue Buslinie Nr. 58 in Betrieb genommen. Sie verbindet die U-Bahn-Station „Ausstellungszentrum“ mit dem Eingang zum Museum der Volkskultur in Pyrohiv und gewährleistet einen bequemen Zugang zu kulturellen Objekten der Stadt.