Die Lage in der ukrainischen Hauptstadt bleibt kritisch nach einem massiven kombinierten Schlag der russischen Streitkräfte in der Nacht zum 2. Juni. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, bestätigte den Anstieg der Todesopfer: Ein weiterer Verletzter ist im Krankenhaus gestorben, was die Gesamtzahl der Opfer in der Hauptstadt auf sieben Personen bringt.
Umfang der Zerstörung und Verletzte
Nach den neuesten Angaben wurden bei dem nächtlichen Angriff in Kiew 89 Personen verletzt. Derzeit befinden sich 51 Verletzte, darunter zwei Kinder, in stationären medizinischen Einrichtungen. Ärzte kämpfen um das Leben der Verletzten, doch die Tragödie hat auch diejenigen nicht verschont, die schwere Verletzungen erlitten haben.
Visuelle Zeugnisse der Zerstörung zeigen das Ausmaß der Katastrophe: Trümmer von Gebäuden, beschädigte Infrastruktur und die Arbeit der Rettungsdienste an den Einschlagstellen. Feuerwehrleute und Rettungskräfte räumen weiterhin Trümmer und löschen Brandherde, die nach dem Einschlag von Raketen entstanden sind.
Art des Angriffs und Maßnahmen der Luftabwehr
In der Nacht zum 2. Juni setzte Russland ein beispiellosses Arsenal gegen die Ukraine ein, das ballistische, Marsch- und Hyperschallraketen sowie Kampfdrohnen umfasste. Nach Angaben der ukrainischen Seite feuerten die Besatzer etwa 70 Raketen und fast 700 Drohnen ab.
Die Luftabwehrkräfte gelang es, einen erheblichen Teil der Luftziele abzufangen, jedoch wurden Einschläge von Dutzenden ballistischen Raketen registriert. Dies führte zu schweren Schäden an Wohnhäusern und Objekten der zivilen Infrastruktur.
Folgen für die Infrastruktur
Die Angriffe auf das Energiesystem führten dazu, dass Teile Kiws ohne Stromversorgung blieben. Beschädigungen der Oberleitungsnetz zwangen die Stadtbehörden dazu, die Routen des öffentlichen Verkehrs vorübergehend zu ändern, was die Logistik in der Hauptstadt erschwerte.
Die Angriffe beschränkten sich nicht nur auf Kiew. Am Morgen desselben Tages griff die russische Armee eines der Schlüsselobjekte von „Naftogaz“ in der Region Charkiw an. Zuerst setzte der Gegner Drohnen ein, woraufhin ein Raketenangriff folgte, was auf einen koordinierten Charakter des Vorgehens hindeutet.
Gefahr neuer Angriffe
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte davor, dass die russischen Besatzer bereits in dieser Nacht einen neuen massiven Schlag gegen das Land führen könnten. Die Behörden rufen die Bevölkerung auf, wachsam zu bleiben und die Sicherheitsvorschriften angesichts der anhaltenden Aggression einzuhalten.