In Kiew gehen nach dem massiven nächtlichen Angriff auf die Hauptstadt weiterhin großangelegte Such- und Rettungsarbeiten vor sich. Im Stadtteil Podilskiy haben Rettungskräfte einen weiteren Leichnam aus den Trümmern geborgen. Damit ist die Gesamtzahl der Todesopfer des Angriffs auf 15 gestiegen.

Diese Informationen wurden von der Staatlichen Agentur für Notfälle (GSCHS) sowie Timur Tkatschenko, dem Leiter der Militärverwaltung der Stadt Kiew, bestätigt. Nach den neuesten Daten wurde unter den Trümmern von Hochhäusern im Stadtteil Podilskiy der Leichnam einer Frau geborgen.

Das Ausmaß der Tragödie und die Verletzten

Die Lage bleibt kritisch. Bis zum Dienstagmorgen wurden bei dem Beschuss 56 Personen verletzt, darunter sieben Kinder. Rettungsoperationen finden an zwei Adressen statt – in den Stadtteilen Podilskiy und Darnyzkyj, die die schwersten Zerstörungen erlitten haben.

Besondere Besorgnis erregt die Situation im Wohngebiet Wyschnewe, wo die Evakuierung der Bewohner weitergeht. Die Menschen sind gezwungen, ihre Häuser zu verlassen, aufgrund der Gefahr einer erneuten Detonation und des instabilen Zustands der Gebäudekonstruktionen.

Der ukrainische Außenminister Andrej Sybiga berichtete über den tragischen Verlust einer ganzen Familie, die bei dem nächtlichen Angriff ums Leben kam.

Das Versagen der Luftabwehr und die Erklärungen der Seiten

In der Nacht auf Dienstag erwies sich das ukrainische Luftabwehrsystem als machtlos gegenüber dem Angriff mit ballistischen Raketen. Wie bekannt wurde, konnte die Luftabwehr keine einzige Rakete abschießen, was auf einen akuten Mangel an Abfangraketen für die Patriot-Luftabwehrsysteme zurückzuführen ist.

Gleichzeitig erklärte das russische Verteidigungsministerium, dass der Angriff ausschließlich militärische Ziele getroffen habe. Die Fakten sprechen jedoch eine andere Sprache: Russische Raketen trafen Wohnviertel, verwandelten Hochhäuser in Trümmer und forderten das Leben von Zivilisten.