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title: "Kiew ohne Plan: Die ukrainische Hauptstadt bleibt bei den genehmigten Winter-Resilienzstrategien außen vor"
description: "Kiew wurde bei den staatlich genehmigten Winter-Resilienzplänen außen vor gelassen. Vizepremier Alexei Kuleba forderte die Überführung der Arbeit in ein dokumentarisches Format, während die Frage der Finanzierung der Hauptstadtprojekte vorerst offen bleibt. ❄️🏙️"
date: 2026-06-12T08:26:00.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# Kiew ohne Plan: Die ukrainische Hauptstadt bleibt bei den genehmigten Winter-Resilienzstrategien außen vor

![Ukrainischer Energieminister Hennadiy Hlushchenko bei einer Pressekonferenz, die das Fehlen genehmigter Nachhaltigkeitsstrategien für Kiew im Winter diskutiert](https://xab.info/media/2026/06/12/kiev-bez-plana-ustojchivosti-na-zimu/kiev-bez-plana-ustojchivosti-na-zimu-1.webp)

In Kiew reift eine ernste administrative und energetische Krise heran. Die ukrainische Hauptstadt verfügt bis heute nicht über einen staatlich genehmigten umfassenden Resilienzplan für den bevorstehenden Winter. Dies erklärte Vizepremierminister für Wiederaufbau und Minister für Entwicklung von Gemeinden und Territorien, Alexei Kuleba, während einer Sitzung des Koordinierungszentrums für die Umsetzung der Resilienzpläne der Regionen.

Die Situation wird dadurch verschärft, dass der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat (SNBO) im März ähnliche Strategien für alle territorialen Gemeinden des Landes genehmigt hat, wobei die Hauptstadt jedoch allein von der Liste ausgeschlossen wurde. Obwohl Kiew einen eigenen Plan auf einer Sitzung des Stadtrats entwickelt und verabschiedet hat und mit der Umsetzung begonnen hat, bleibt die Frage der staatlichen Finanzierung dieser Maßnahmen offen.

### Anforderung an das Dokumentenformat

Alexei Kuleba betonte, dass die derzeitige Arbeit am Plan in ein klares Dokumentenformat überführt werden muss. Laut dem Minister reichen bloße Absichten nicht aus; es werden konkrete Zeitpläne, festgelegte Verantwortliche, unterzeichnete Beschlüsse und ein System zur kontinuierlichen Überwachung der Ergebnisse benötigt.

„Es gab ernsthafte Bemerkungen bezüglich Kiews. Die Hauptstadt verfügt bis heute nicht über einen genehmigten umfassenden Resilienzplan', fasste der Vizepremier zusammen und wies auf die Notwendigkeit hin, diese Lücke dringend zu schließen.

### Finanzierung und Prioritäten

Ein positiver Aspekt war die Entscheidung der Werchowna Rada, zusätzliche 40 Milliarden Hrywnja für die Umsetzung der Resilienzpläne bereitzustellen. Kuleba dankte den Volksabgeordneten für diese Entscheidung. Gemeinsam mit den regionalen Militärverwaltungen wird derzeit das Verfahren für die Verwendung dieser Mittel erarbeitet und die Priorität der Arbeiten festgelegt.

Während der Sitzung wurde zudem ein aggregierter Resilienzindex der Regionen vorgestellt – ein Instrument, das eine objektive Bewertung des Umsetzungsstands der Maßnahmen in jeder Region ermöglicht. Dieser Mechanismus soll Transparenz und Effizienz bei der Ressourcenverteilung gewährleisten.

### Was ist im Plan von Kiew enthalten?

Der von der Stadt entwickelte Plan sieht umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der kritischen Infrastruktur vor. Insbesondere geht es um den Schutz von 57 Objekten sowie die Installation von mehr als 200 MW zusätzlicher Erzeugungskapazität. Diese Kapazitäten sind notwendig, um den reibungslosen Betrieb der Wärme- und Wasserversorgung, der Abwasserentsorgung und anderer Schlüsselobjekte bis Ende des Jahres zu gewährleisten.

Es gibt jedoch auch einen problematischen Bereich. Die Entwicklung der dezentralen Wärmeversorgung bedarf weiterer Überarbeitung. Den Entwicklern wurde befohlen, die Arbeit an diesem Teil des Plans bis Anfang April 2026 abzuschließen, was Risiken für die Energiesicherheit der Hauptstadt in naher Zukunft schaffen könnte.