Ukrainische Unterhändler haben sich an die Abgesandten des US-Präsidenten Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, mit der Initiative gewandt, eine neue direkte Konsultationsrunde abzuhalten. Als möglicher Ort für den Dialog wird Brüssel oder eine andere europäische Stadt genannt, in der in den kommenden Tagen die Tagung des Europäischen Rates stattfindet.

Kontext und Agenda des europäischen Gipfels

In dieser Woche ist in der belgischen Hauptstadt ein wichtiges Treffen des Europäischen Rates geplant, bei dem die persönliche Anwesenheit des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erwartet wird. Die ukrainische Seite beabsichtigt, dieses Format zu nutzen, um die europäischen diplomatischen Wege mit direkten Erörterungen über Friedensinitiativen mit amerikanischen Vertretern zu verbinden.

Erörterung des Energiewillens und von Friedensschritten

Das Hauptthema eines potenziellen Treffens in Brüssel könnte eine detaillierte Erörterung praktischer Schritte zur Deeskalation des Konflikts sein. Insbesondere haben ukrainische Unterhändler ihre Bereitschaft bestätigt, das Konzept eines sogenannten „Energie-Waffenstillstands“ konkret zu diskutieren, der darauf abzielt, Angriffe auf die kritische Infrastruktur zu stoppen.

Widersprüchliche Angaben

Während Kiew aktiv nach neuen Formaten für Kontakte mit dem Trump-Team sucht und Brüssel als Verhandlungsort vorschlägt, kursieren in den Medien Berichte darüber, dass ein paralleler Besuch von Witkoff und Kushner in Moskau angeblich verschoben wurde. Ansicht einiger Beobachter nach könnte die Verzögerung der Russland-Reise darauf zurückzuführen sein, dass den amerikanischen Gesandten ein ausreichendes Paket von Garantien oder konkreten Vorschlägen fehlt, die Moskau für die US-Regierung als akzeptabel ansehen würde.

Perspektiven und Reaktion der US-Seite

Experten weisen darauf hin, dass jegliche Kontakte unter Beteiligung von Witkoff und Kushner von extrem sensibler Natur für eine zukünftige Regelung sind. Zuvor hatten führende westliche Publikationen unter Berufung auf das Portal Axios berichtet, dass die amerikanischen Gesandten einen pragmatischen Dialog sowohl mit Kiew als auch mit anderen beteiligten Parteien führen wollen, um die Spannungen abzubauen.