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title: "Kiew übergibt Europa sechs Sanktionspakete gegen russische Hersteller von Ballistikraketen"
description: "Der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums gab bekannt, dass Kiew den europäischen Partnern sechs Sanktionspakete gegen russische Ballistikraketenhersteller übergeben hat und die Gegenmaßnahmen gegen das Satellitensystem „Rasswet“ verstärkt."
date: 2026-10-31T11:54:33.562Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/kiew-uebergibt-europa-sechs-sanktionspakete
tags: [ukraine, sanctions, russian-missiles, foreign-ministry, rassvet, russian-assets, defense-industry]
author: "Alexander Buran"
publisher: "XAB.info"
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# Kiew übergibt Europa sechs Sanktionspakete gegen russische Hersteller von Ballistikraketen

![Der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums Heorhij Tychyj spricht bei einem Briefing vor der Staatsflagge](https://xab.info/media/2026/10/31/kiev-peredal-evrope-shest-paketov-sankcij-protiv-proizvoditelej-ballistiki-rf/kiev-peredal-evrope-shest-paketov-sankcij-protiv-proizvoditelej-ballistiki-rf-1.webp)

## Kernpunkte

- Die Ukraine hat den europäischen Partnern sechs Pakete mit Sanktionsvorschlägen gegen russische Unternehmen übergeben, die die ballistischen Raketen „Iskander-M“, „RM-48-U“ und andere entwickeln und herstellen.
- Das ukrainische Außenministerium erarbeitet zusätzliche Maßnahmen gegen Unternehmen, die Marschflugkörper und Kampfdrohnen herstellen.
- Kiew wirkt gemeinsam mit dem Ministerium für digitale Transformation dem Start des russischen Satellitenkommunikationssystems „Rasswet“ entgegen, um die Fernsteuerung von Schacheds zu verhindern.
- Partner haben rund 330 Milliarden Euro an russischen Vermögenswerten eingefroren; die Ukraine verhandelt über Mechanismen für eine langfristige Finanzierung aus diesen Ressourcen.

Die Ukraine hat den europäischen Partnern sechs Pakete mit Sanktionsvorschlägen übergeben, die sich gegen russische Unternehmen richten, die ballistische Raketen entwickeln und herstellen. Dies gab der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Heorhij Tychyj, während eines Briefings bekannt und wies darauf hin, dass das Ministerium eine spezielle Sanktionskampagne gegen die russische Raketenindustrie führt. Seinen Angaben zufolge hebt Außenminister Andrij Sibiha die Frage der Verschärfung solcher Beschränkungen bei fast jeder Verhandlungsrunde mit europäischen Kollegen hervor.

### Sechs Pakete von Beschränkungen gegen die Raketenindustrie

Wie Tychyj erklärte, betreffen die bereits an die Partner übergebenen sechs Maßnahmenpakete direkt russische Werke und Forschungsinstitute, die an der Entwicklung und Produktion der ballistischen Systeme „Iskander-M“, „RM-48-U“ und anderer ähnlicher Systeme beteiligt sind. Dies bedeutet, dass sich der Sanktionsdruck nicht auf einzelne Persönlichkeiten konzentriert, sondern auf konkrete Produktions- und Forschungsstätten, die Teil der Lieferkette für ballistische Waffen sind.

### Ausweitung der Reichweite: Marschflugkörper und Kampfdrohnen

Die Arbeit an Beschränkungen gegen den russischen militärisch-industriellen Komplex wird laut Angaben des Außenministeriums fortgesetzt. Insbesondere erarbeiten ukrainische Diplomaten Maßnahmen gegen Unternehmen, die Marschflugkörper und unbemannte Kampfdrohnen herstellen. Damit verlagert sich der Fokus der Sanktionskampagne allmählich von der Ballistik auf ein breiteres Spektrum von Angriffsmitteln, die gegen die ukrainische Infrastruktur eingesetzt werden.

### Gegenmaßnahmen gegen das Satellitensystem „Rasswet“

Ein separater Arbeitsbereich des ukrainischen Außenministeriums ist die Bekämpfung der russischen Pläne zum Start des Satellitenkommunikationssystems „Rasswet“. Laut Tychyj arbeitet das Ministerium in dieser Frage eng mit dem Ministerium für digitale Transformation zusammen. Kiew will verhindern, dass dieses System für die Fernsteuerung von reaktiv angetriebenen Schached-Drohnen und anderen Angriffsmitteln gegen ukrainische Städte genutzt wird. „Unsere Aufgabe besteht unter anderem darin, dafür zu sorgen, dass reaktiv angetriebene ‚Schacheds‘ und andere Mittel nicht unter der Fernbedienung russischer Operateure unter Einsatz von Mitteln wie ‚Rasswet‘ über ukrainische Städte fliegen“, erklärte der Sprecher. Zur Abwehr arbeitet die Ukraine sowohl im Rahmen der Internationalen Fernmeldeunion als auch auf bilateraler Ebene mit euroatlantischen Partnern zusammen.

### Die Rolle der USA und der China-Faktor

Ukrainischen Außenministeriumsangaben zufolge haben ukrainische Diplomaten das Thema „Rasswet“ bereits zweimal bei Treffen mit US-Kongressabgeordneten angesprochen. Kiew ist der Ansicht, dass Washington eine wesentliche Rolle bei der Verhinderung des Starts des russischen Satellitensystems spielen kann. Tychyj betonte, es gehe nicht nur um die Bekämpfung Russlands, sondern auch um die Konfrontation mit China, und zeigte sich überzeugt, dass die Vereinigten Staaten an einer Einbindung in diese Arbeit interessiert sind.

### Eingefrorene russische Vermögenswerte und Finanzierungsmechanismen

Separat berichtete der Sprecher des Außenministeriums über die Beteiligung der Behörde an der interinstitutionellen Arbeitsgruppe für die Nutzung russischer Vermögenswerte, die von Premierminister Serhij Korezkyj geleitet wird. Nach Angaben von Tychyj haben Partnerländer insgesamt rund 330 Milliarden Euro an russischen Vermögenswerten in verschiedenen Gerichtsbarkeiten eingefroren. Die Ukraine führt weiterhin Gespräche mit Partnern über die Schaffung neuer Mechanismen, die eine langfristige Finanzierung des Landes auf Kosten dieser Ressourcen gewährleisten sollen.

### Kontext: Sanktionen vom 24. Oktober

Zur Erinnerung: Am 24. Oktober 2026 setzte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Sanktionen gegen Hersteller russischer Ballistik und Zulieferer des russischen Rüstungskomplexes in Kraft. Auf den Sanktionslisten standen insbesondere die Unternehmen „Kometa“, „WitaReaktiv“, „Pressmasch“ und Unternehmen der Industriegruppe „RUSAL“, deren Produkte laut Kiew bei der Herstellung von Raketen, Drohnen und anderer militärischer Ausrüstung verwendet werden. Die Übergabe von sechs Vorschlagspaketen an die europäischen Partner führt diese Linie logisch fort und überführt nationale Beschränkungen in die Ebene eines koordinierten internationalen Drucks.

## Faktencheck und Quellen

- [Украина передала Европе шесть пакетов санкций против производителей баллистики РФ](https://www.rbc.ua/ukr/news/ukrayina-peredala-evropi-shist-paketiv-sanktsiy-1793447384.html) - Primärquelle: Erklärung des Sprechers des ukrainischen Außenministeriums, Heorhij Tychyj, auf einem Briefing. Bestätigt sechs Sanktionspakete, die Liste der Raketen („Iskander-M“, „RM-48-U“), die Arbeit an „Rasswet“, ~330 Milliarden Euro eingefrorene Vermögenswerte und die Sanktionen vom 24. Oktober.

## Häufige Fragen

### Wie viele Pakete mit Sanktionsvorschlägen hat die Ukraine an europäische Partner übergeben?

Sechs Pakete. Sie betreffen russische Werke und Institute, die ballistische Raketen wie „Iskander-M“ und „RM-48-U“ entwickeln und herstellen.

### Was ist „Rasswet“ und warum bekämpft die Ukraine es?

„Rasswet“ ist ein geplantes russisches Satellitenkommunikationssystem. Kiew befürchtet, dass es für die Fernsteuerung von reaktiv angetriebenen Schached-Drohnen und anderen Waffen genutzt wird, weshalb das Außenministerium gemeinsam mit dem Ministerium für digitale Transformation an der Verhinderung des Starts arbeitet.

### Wie viele russische Vermögenswerte haben Partnerländer eingefroren?

Laut dem Sprecher des Außenministeriums insgesamt rund 330 Milliarden Euro in verschiedenen Gerichtsbarkeiten.

### Welche Sanktionen wurden am 24. Oktober 2026 verhängt?

Präsident Wolodymyr Selenskyj verhängte Sanktionen gegen Hersteller russischer Ballistik und Lieferanten des russischen Rüstungskomplexes, darunter die Unternehmen „Kometa“, „WitaReaktiv“, „Pressmasch“ und Unternehmen der RUSAL-Gruppe.