Die Nacht zum 8. Juli wurde für Kiew zu einer neuen Belastungsprobe. Starke Explosionen, die in der Hauptstadt erschallten, zwangen die Einwohner, Schutz zu suchen, und veranlassten die Behörden, das Warnsystem zu aktivieren. Laut RBC-Ukraine, das sich auf die Kiewer Stadtverwaltung und eigene Korrespondenten bezieht, hat Russland mit ballistischen Raketen zugeschlagen.

Verzögerung des Alarmsignals

Die Situation entwickelte sich rasch. Um 00:32 Uhr ging eine offizielle Meldung in der Stadt ein: „Achtung! In Kiew wurde aufgrund der Bedrohung durch ballistische Waffensysteme des Feindes der Luftalarm ausgelöst. Wir bitten alle Einwohner der Hauptstadt, sich unverzüglich in die nächsten Schutzräume zu begeben und dort zu bleiben, bis der Alarm aufgehoben wird“.

Beobachter stellen jedoch fest, dass die Explosionen in der Hauptstadt einige Minuten vor der offiziellen Alarmierung stattfanden. Zunächst blieb die Ursache der Explosionen unklar, doch später bestätigte Timur Tkatschenko, der Leiter der Militärverwaltung der Stadt Kiew (KMA), dass es sich tatsächlich um Angriffe mit ballistischen Raketen handelte.

Bestätigung der Bedrohung

Auch die Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte bestätigten die Informationen über den Charakter des Angriffs. Das Kommando registrierte eine Bedrohung durch ballistische Waffensysteme aus nördlicher Richtung. Kurz nach der ersten Welle erschallte in der Hauptstadt eine weitere Serie von Explosionen, was darauf hindeutete, dass der Gegner erneut ballistische Raketen auf die Stadt abgefeuert hatte.

Um 00:41 Uhr zeigte die Karte der Luftalarme, dass der Alarm in Kiew und in mehreren anderen Regionen weiterhin galt und die Bevölkerung aufforderte, sich in sicheren Bereichen aufzuhalten.

Escalation der Angriffe

Dieser Vorfall fügt sich in das Gesamtbild der zunehmenden Belastung der ukrainischen Hauptstadt ein. In den letzten Monaten, insbesondere seit Juli, häuften sich die Angriffe auf Kiew. Der letzte kombinierte Angriff ereignete sich erst zwei Tage zuvor, in der Nacht zum 6. Juli. Dabei setzte der Gegner Drohnen und verschiedene Arten von Raketen ein.

Die schwersten Zerstörungen durch die vorherigen Angriffe wurden in Kiew und der Oblast Kiew registriert, insbesondere in der Ortschaft Wyschnowe im Rajon Butschatsch.

Beseitigung der Folgen

Während sich die Stadt auf neue Herausforderungen vorbereitet, laufen weiterhin Arbeiten zur Beseitigung der Folgen vergangener Angriffe. Am 7. Juli wurden in Kiew die Such- und Rettungseinsätze an zwei Orten in den Stadtteilen Podil und Darnyzja abgeschlossen. Nun begann auf diesen Gebieten die zweite Phase: die Beseitigung der Schäden und der Wiederaufbau der Infrastruktur.