In Kiew gehen nach einem massiven kombinierten Schlag der russischen Streitkräfte in der Nacht vom 1. auf den 2. Juli großangelegte Such- und Rettungsarbeiten weiter. Nach den neuesten Angaben ist die Zahl der Todesopfer infolge der Attacke auf 20 gestiegen. Dies teilte Timur Tkatschenko, Leiter der Militärverwaltung der Stadt Kiew, in seinem Telegram-Kanal mit.

Ausmaß der Attacke und Folgen

Innerhalb einer einzigen Nacht wurden gegen die ukrainische Hauptstadt 570 Luftangriffsmittel eingesetzt: 74 Raketen verschiedener Typen und 496 bewaffnete Drohnen. Die Treffer trafen Wohnhäuser, eine Notfallsanitätsstation und Lagerhallen. Zerstörungen wurden in sieben Stadtbezirken an mehr als 30 Orten registriert.

Besondere Aufmerksamkeit der Rettungskräfte gilt dem Stadtteil Darnyzja, wo unter den Trümmern eines zerstörten neunstöckigen Wohnhauses weiterhin gearbeitet wird. Ärzte kämpfen um das Leben der Verletzten, darunter auch Kinder. Einige von ihnen wurden in schwerem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert. So wird beispielsweise ein 10-jähriger Junge mit schweren Verletzungen operiert; seine Eltern wurden unter den Trümmern bisher nicht gefunden.

Situation der Verletzten

Stand Morgen des 2. Juli sind etwa 90 Verletzte bekannt. Informationen zum Verlauf der Such- und Rettungsoperation werden aktualisiert, sobald neue Daten vorliegen. Wie der Bürgermeister von Kiew betonte, tun die Mediziner alles Mögliche, um jeden Verletzten zu retten, doch es gibt noch Personen, die bisher nicht gefunden wurden.

Zur Bekämpfung von Bränden in mehreren Stadtteilen wurde die Luftfahrt eingesetzt. Die Rettungsdienste arbeiten weiterhin unter schwierigen Bedingungen und versuchen, Überlebende unter den Trümmern zu finden und den Verletzten Hilfe zu leisten.

Reaktion der Behörden und Ausblick

Die Behörden von Kiew mahnen die Einwohner zur Ruhe und zur Befolgung der Sicherheitsanweisungen. Die Such- und Rettungsarbeiten werden so lange fortgesetzt, wie es Hoffnung gibt, Überlebende zu finden. Die Lage bleibt angespannt, und alle Bemühungen konzentrieren sich auf die Rettung von Menschenleben und die Minimierung der Folgen der Attacke.