In Kiew wurde infolge eines russischen Drohnenangriffs das Lager des Distributors für Kinderwaren und Spielzeuge Kiddisvit vollständig zerstört. Dies teilte der Mitgründer des Unternehmens, Pawel Owtschinnikow, auf Facebook mit, berichtet RBC-Ukraine. Seinen Worten zufolge war das Ziel des Angriffs gerade die Kinderspielzeuge, doch zum Glück wurde kein Mitarbeiter verletzt.
Erklärung des Unternehmens
„Das Wichtigste ist, dass unsere Leute unversehrt sind. Niemand der Mitarbeiter des Unternehmens wurde verletzt. Jetzt klären wir die Folgen – wir haben erhebliche Schäden erlitten“, betonte Owtschinnikow. Er fügte hinzu, dass das Unternehmen alles Mögliche tue, um den Betrieb wiederherzustellen. Laut der dem Statement beigefügten Fotoillustration wurde das Lager von einer Raketen-Drohne getroffen.
Serie von Angriffen auf Lagerobjekte der Hauptstadt
Der Angriff auf Kiddisvit war Teil einer Serie von Vorfällen mit der Zerstörung von Lagerräumen in Kiew. Laut RBC-Ukraine traf am 9. September im Dnipro-Bezirk der Stadt eine UAV ein Lagerraum, woraufhin ein Feuer ausbrach. Am Vortag, am 8. September, kamen im Solomjensky-Bezirk der Hauptstadt zwei Menschen bei einem Drohnenangriff auf ein Lager ums Leben. Bereits zuvor, am 3. September, zerstörte ein russischer Angriff das Lager für Arzneimittel des Unternehmens „Apteka dobroho dnia“, bei dem Hunderte Tonnen Medikamente verloren gingen.
Umfang des Schadens und Wiederaufbau
Die genauen Zahlen der finanziellen Verluste von Kiddisvit wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht offengelegt; der Mitgründer des Unternehmens beschränkte sich auf die Angabe eines „erheblichen Schadens“. Dennoch bedeutet die vollständige Zerstörung des Lagers des Kinderwarendistributors einen Zusammenbruch der Lieferketten und ein vorübergehendes Angebotsdefizit auf dem Markt. Das Unternehmen erklärte, dass es alle notwendigen Schritte unternehme, um die Folgen zu minimieren und die Lieferungen wieder aufzunehmen.