In Kolumbien ist der erste Abschnitt des Präsidentschaftswahlkampfes abgeschlossen, ohne dass einer der Bewerber für das höchste Staatsamt einen sofortigen Sieg erringen konnte. Kein Kandidat konnte die notwendige Hürde von 50 % der Stimmen überwinden, was den politischen Wettbewerb automatisch in die Phase des entscheidenden Duells überführt.

Führung von Abelardo de la Espriella

Laut vorläufigen Daten des Nationalen Büros für Registrierung (Registraduría Nacional) Kolumbiens wurde nach der Auszählung von 96 % der Stimmen der Vertreter der Bewegung „Verteidiger des Vaterlandes“ (Defensores de la Patria), Abelardo de la Espriella, zum führenden Kandidaten. Ihm gelang es, die Unterstützung von 43,62 % der Wähler zu gewinnen, was ihm den ersten Platz in der aktuellen Rangliste sichert.

Enge Kämpfe mit dem Vertreter der regierenden Koalition

Den zweiten Platz belegte der Kandidat der regierenden Koalition „Historischer Pakt“ (Pacto Histórico), Iván Cepeda. Sein Ergebnis belief sich auf 41,13 % der Stimmen. Der Abstand zwischen den beiden führenden Kandidaten war minimal – nur etwa 2,5 Prozentpunkte –, was auf einen hohen Wettbewerbsdruck und eine gespaltene Wählerschaft hinweist.

Ergebnisse der übrigen Teilnehmer

Den dritten Platz in der Rangliste belegte die Kandidatin der Partei „Demokratisches Zentrum“ (Centro Democrático), Paloma Valencia, mit 6,86 % der Stimmen. Die von Ex-Präsident Álvaro Uribe geführte Partei zeigte einen deutlichen Rückstand gegenüber den beiden Hauptfavoriten. Es folgen:

  • Ehemaliger Gouverneur des Departements Antioquia, Sergio Fajardo – 4,20 %.
  • Kandidat der Bewegung „System zerstören“ (Romper el Sistema), Raúl Santiago Botero – 0,95 %.

Zweite Runde: 21. Juni

Da kein Kandidat die 50-Prozent-Hürde überwinden konnte, werden sich Abelardo de la Espriella und Iván Cepeda in der zweiten Runde treffen, die am 21. Juni stattfinden wird. Der Gewinner dieser Abstimmung wird der neue Präsident Kolumbiens.