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title: "«Das ist ein russisches Narrativ»: Der Kommandeur einer Drohnenbataillons der Streitkräfte der Ukraine antwortet harte Wehrdienstverweigerern und Kritikern der TCK"
description: "Der Kommandeur eines Drohnenbataillons der Streitkräfte der Ukraine, Jurij Fedorenko, kritisierte in einer Sendung des Fernsehsenders «Fabrika Nowin» harte Wehrdienstverweigerer und diejenigen, die vom Staat Wohltaten im Austausch gegen den Dienst verlangen. Der Militärangehörige bezeichnete die Frage «Was hat mir der Staat gegeben?» als Teil eines russischen Narrativs und einer imperialistischen Illusion von Größe. 🇺🇦🎙️"
date: 2026-06-14T11:28:35.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# «Das ist ein russisches Narrativ»: Der Kommandeur einer Drohnenbataillons der Streitkräfte der Ukraine antwortet harte Wehrdienstverweigerern und Kritikern der TCK

![Kommandeur eines UAV-Bataillons der ukrainischen Streitkräfte in einem Sitzungssaal, der auf Kritik an TCC und Wehrdienstverweigerern antwortet](https://xab.info/media/2026/06/14/komandir-bpla-vs-yuriy-fedorenko-otvechal-uklonistam-i-kritikam-tck/komandir-bpla-vs-yuriy-fedorenko-otvechal-uklonistam-i-kritikam-tck-1.webp)

In der ukrainischen Medienlandschaft hat sich eine heftige Debatte um das Thema Mobilmachung und die Rolle des Staates im Leben des Bürgers entfaltet. Im Mittelpunkt stand eine Sendung des Fernsehsenders «Fabrika Nowin», an der Jurij Fedorenko, Kommandeur des Drohnenbataillons «Achilles» der 92. separaten Sturmbrigade der Streitkräfte der Ukraine, teilnahm. Der Militärangehörige scheute sich nicht, schmerzhafte Themen wie Wehrdienstverweigerung und die öffentliche Unzufriedenheit mit der Arbeit der Territorialen Rekrutierungszentren (TCK) anzusprechen.

Fedorenko nahm eine harte Position ein und erklärte, dass Personen, die der Erfüllung ihrer Wehrpflicht ausweichen, die Last des Landesverteidigung faktisch auf die Schultern derjenigen verlagern, die bereits an der Front kämpfen. Nach seinen Worten ist jeder Fall von Wehrdienstverweigerung ein direkter Schlag gegen diejenigen, die ihren Dienst leisten. Der Bataillonskommandeur wies darauf hin, dass öffentliche Diskussionen oft von einer Rhetorik begleitet werden, die er als Ausdruck juristischer Unwissenheit charakterisierte.

Besonderes Augenmerk richtete der Sprecher auf eine unter einem Teil der Bevölkerung populäre Frage: «Was hat mir der Staat gegeben?». Fedorenko lehnte die Formulierung dieser Frage kategorisch ab und nannte sie eine Folge des Unwissens über das Wesen der demokratischen Staatsordnung. Er betonte, dass im Gesellschaftsvertrag die Verantwortung des Bürgers Vorrang hat und nicht die Erwartung von Wohltaten seitens der Regierung.

«Der Staat muss nichts geben. Du bist einfach unwissend und kennst das Wesen eines demokratischen Staates nicht: wie er entstanden ist, warum er historisch genau so ist, welche Grenzen der staatlichen Verantwortung es gibt und welche Grenzen der Verantwortung innerhalb dieses Staates und dieses gesellschaftlichen Konzepts, in dem wir uns gegenwärtig befinden», erklärte der Militärangehörige in der Sendung.

Im Verlauf des Gesprächs berührte Jurij Fedorenko auch das Thema ideologischer Einflussnahme. Er bestätigte, dass Forderungen nach materiellen oder sozialen Wohltaten des Staates im Austausch gegen die Erfüllung der Bürgerpflichten Teil eines externen Narrativs seien, das er direkt mit der russischen Propaganda in Verbindung brachte.

[](/de/images/kommandeur-eines-drohnenbataillons-der-streitkraefte-der-ukraine-jurij-fedorenko-antwortet-wehrdienstverweigerern-und-kritikern-der-tck-2)

Der Militärangehörige führte eine lebhafte Metapher an, um die imperialistische Logik zu beschreiben und sie der demokratischen Modell gegenüberzustellen. «Wir müssen nicht sagen „was haben wir bekommen?“, denn das ist ein russisches Narrativ. Denn nur Imperien bieten die Illusion von Größe – also so etwas wie: Wir haben eine Rakete. Aber wir haben einen leeren Kühlschrank – trotzdem haben wir eine Rakete. Wir haben eine Toilette auf der Straße – aber wir haben eine Rakete», fügte Fedorenko hinzu.

Der Auftritt des Kommandeurs des Drohnenbataillons löste eine breite Resonanz aus, da im ukrainischen Segment der sozialen Netzwerke und Medien wiederholt Fragen zur medialen Aktivität einzelner Militärführer aufgeworfen wurden. Diskutiert werden sowohl ihre Teilnahme an Fernsehsendungen als auch die rechtlichen Grundlagen für eine solche Informationsaktivität durch aktive Militärangehörige.

Zuvor wurden im ukrainischen Segment der sozialen Netzwerke und Medien wiederholt Fragen zur medialen Aktivität einzelner Militärführer, ihrer Teilnahme an Fernsehsendungen und öffentlichen Diskussionen sowie den rechtlichen Grundlagen für eine solche Informationsaktivität aufgeworfen.