Im Stadtteil Darnyzja von Kiew, in unmittelbarer Nähe eines Hochhauses, führten Fachkräfte eine komplexe Operation zur Bergung eines Raketenkopfkörpers durch. Das gefährliche Objekt wurde am Tag nach einem großangelegten nächtlichen Angriff der russischen Streitkräfte entdeckt.
Evakuierung und Absperrung
Die Meldung über das Auffinden eines sprengstoffverdächtigen Gegenstandes ging von Bewohnern eines der Häuser an die Polizei ein. Die schnell am Ort eingetroffenen Beamten des Bezirkspolizeiamtes begannen unverzüglich mit der Sicherung. Die Evakuierung der Bewohner des benachbarten Gebäudes wurde organisiert, und das Gelände rund um den Fundort wurde abgeriegelt, um den Zugang von Unbefugten zu verhindern.
Bis zum Eintreffen der spezialisierten Kräfte sicherten die Polizisten den Tatort und ließen keine Zivilisten in die Gefahrenzone vordringen.
Arbeit der Sprengstoffexperten und Rettungskräfte
Für die Arbeiten zur Neutralisierung und Bergung des Munitionsteils wurde die Sprengstoffabteilung des Hauptpolizeiamtes der Hauptstadt herangezogen. An der Operation waren auch Rettungskräfte des Staatlichen Dienstes für Notfälle (GSCHS) beteiligt.
Laut Berichten lag der Raketenkopfkörper im Boden. Die Spezialisten gruben das gefährliche Objekt vorsichtig aus und gewährleisteten bei jedem Arbeitsschritt maximale Vorsicht. Nach der Bergung wurde das Munitionsteil auf einen spezialisierten Schießplatz transportiert, um dort vernichtet zu werden.
Folgen des nächtlichen Angriffs
Der Fund des Kopfkörpers war eine direkte Folge eines Raketenangriffs in der Nacht zum 28. Juni. Zu diesem Zeitpunkt starteten russische Truppen mehrere ballistische Raketen in Richtung der ukrainischen Hauptstadt. In der Stadt waren starke Explosionen zu hören, und im Stadtteil Darnyzja wurden Brände an mehreren Adressen registriert.
Durch den Angriff wurden sowohl Wohn- als auch Nichtwohngebäude beschädigt. Insbesondere ein Gebäude einer Kfz-Werkstatt und ein Nichtwohngebäude gerieten in Flammen. Auch direkt neben einem Wohnhaus kam es zu einem Brand. Eine Person erlitt bei den nächtlichen Ereignissen Verletzungen.
Empfehlungen für die Bevölkerung
Die Polizei von Kiew ruft die Bürger zur äußersten Wachsamkeit auf. Im Falle des Auffindens verdächtiger oder sprengstoffverdächtiger Gegenstände ist es strengstens verboten, sich diesen zu nähern oder sie zu bewegen. Über alle Funde muss unverzüglich über die Notrufnummern 101 oder 102 informiert werden.