In den Reihen der Drohneneinheiten (DBE) der Ukraine hat sich ein skandalöser Korruptionsvorfall ereignet. Die interne Sicherheitsabteilung des Einheitenkommandos deckte einen Beamten auf, der eine Bestechung für die Einstellung eines Soldaten in die Struktur der DBE forderte. Die geforderte Summe belief sich auf 2000 US-Dollar.
Fall an die Ermittler übergeben
Die Informationen über den Vorfall wurden von Robert Browdy, dem Kommandeur der DBE, auch bekannt unter dem Spitznamen Madjar, bestätigt. Laut ihm wurden alle gesammelten Materialien und Beweise für die Übermittlung von Bestechungsgeldern bereits an das Staatsanwaltsamt für Ermittlungen (GBR) übergeben. Dies wurde durch die Arbeit der internen Sicherheitsabteilung ermöglicht, die den Vorfall unrechtmäßiger Handlungen in einem frühen Stadium aufdeckte.
Browdy betonte die prinzipielle Haltung des Kommandos: In den Drohneneinheiten gilt eine Politik der „Nulltoleranz“ gegenüber Korruption, Gewalt und Bestechung. Jeder Versuch, die Disziplin und das Vertrauen innerhalb der Gruppe zu untergraben, wird energisch unterbunden.
Das Problem der „Gastarbeiter“ und Verräter
Der Kommandeur berührte auch ein breiteres Problem, mit dem die schnell wachsende Einheit konfrontiert ist. Bei der Zusammenführung verschiedener Formationen müssen sich die DBE mit Personen auseinandersetzen, die nicht auf echte Kampfeinsätze vorbereitet sind. Unter dem Personal, so Madjar, gibt es „Gastarbeiter, Simulanten und Schematiker“.
Besonders besorgniserregend ist die Möglichkeit, dass Verräter und Spione in die Reihen der Einheiten eindringen. In diesem Zusammenhang hat das Kommando alle Soldaten aufgefordert, wachsam zu sein und sofort über verdächtige Vorkommnisse oder Bestechungsversuche zu berichten.
Ergebnisse der Arbeit vor dem Hintergrund interner Probleme
Trotz interner Herausforderungen zeigen die Drohneneinheiten eine hohe Effektivität auf dem Schlachtfeld. Seit Anfang 2026 hat die Einheit die Anzahl der Treffer in der operativen und strategischen Tiefe des Gegners um 1150 % erhöht. Insbesondere führten die Aktionen ukrainischer Drohnen zu massiven Stromausfällen in der Krim und lähmten die Kommunikation im Hinterland der Besatzer, die gezwungen sind, sich mit Generatoren zu retten.
Das hohe Maß an Geheimhaltung und Effektivität wird auch von internationalen Quellen bestätigt. Britische Journalisten der Zeitung The Times berichteten zuvor über das Drohneneinheiten-Bataillon „Kairos“ in der 414. Brigade „Madjar Vögel“. Dies ist eine der am stärksten geschlossenen Einheiten, die regelmäßig Spezialoperationen zur Zerstörung wichtiger Objekte im tiefen Hinterland Russlands durchführt.