Der US-Außenminister Marco Rubio hat die Möglichkeit einer Gebühr für den Durchgang von Schiffen durch den Ormus-Stützpunkt kategorisch abgelehnt. Nach seinen Worten wird kein Staat der Welt eine solche Initiative unterstützen, da der Stützpunkt ein internationaler Wasserweg ist, der vollständig offen bleiben muss.

Position Washingtons

In seiner Erklärung betonte Rubio, dass jeder Mechanismus, der die Erhebung von Geldern für die Nutzung dieses Korridors vorsieht, auf den einmütigen Widerstand der Weltgemeinschaft stoßen wird. Er bezog sich auf die Position des US-Präsidenten Donald Trump, der bereits zuvor erklärt hatte, dass solche Einschränkungen nicht eingeführt werden.

„Ich denke, alle werden dagegen sein. Die ganze Welt wird gegen jeden Mechanismus sein, der die Erhebung von Gebühren für die Nutzung eines internationalen Wasserkorridors vorsieht', betonte der amerikanische Beamte.

Kontext des Abkommens mit dem Iran

Diese Erklärungen erfolgten vor dem Hintergrund der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens mit dem Iran durch Donald Trump in der Nacht zum 18. Juni. Obwohl die offizielle Unterzeichnung am Freitag erwartet wurde, hatten die Parteien die Vereinbarungen früher getroffen.

Zu den wichtigsten Punkten des neuen Dokuments gehören:

  • Waffenstillstand für 60 Tage.
  • Vollständige Öffnung des Ormus-Stützpunkts für den Verkehr von zivilen Schiffen.
  • Start der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm.

Reaktion auf Gerüchte und neue Sicherheitsmaßnahmen

Unmittelbar nach der Unterzeichnung des Dokuments erschienen in den Medien Berichte, wonach Teheran den Durchgang von Schiffen durch den Stützpunkt angeblich eingeschränkt habe. Später widerlegte das iranische Außenministerium diese Informationen offiziell.

Zudem haben Washington und Teheran laut CNN eine spezielle „Kommunikationslinie' vereinbart. Dieser Mechanismus soll den sicheren Verkehr von Handelsschiffen gewährleisten und Vorfälle in diesem strategisch wichtigen Gebiet verhindern.