Der Cheftrainer des kiewischen „Dynamo', Igor Kostjuk, zog Bilanz des knappen Sieges gegen den aserbaidschanischen „Karabach' im Conference-League-Spiel. Das Qualifikationsspiel endete mit 1:0 für die Kiewer durch ein Tor von Ponomarenko. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gab der Trainer der „Weiß-Blauen' zu, dass das Ergebnis weniger taktischem Genie als vielmehr dem Charakter und der Einheit der Spieler zu verdanken sei.

Einheit und Charakter als Schlüssel zum Sieg

Igor Kostjuk zeigte sich mit den Leistungen seiner Mannschaft zufrieden, betonte jedoch den psychologischen Aspekt des Spiels. Laut dem Trainer gelang es „Dynamo' vor allem deshalb, zu gewinnen, weil auf dem Platz eine echte Mannschaft stand. „Dank des Charakters [haben wir gewonnen], dank dessen, dass heute eine echte Mannschaft auf dem Platz stand. Genau das hat das Ergebnis gebracht', betonte der Experte. Er fügte hinzu, dass die Fußballer die richtigen Schlüsse aus den Fehlern der vergangenen Saison gezogen hätten, was es ihnen ermöglichte, in einem harten Kampf gegen einen starken Gegner standzuhalten.

Lobanowskis Philosophie und Neuaufstellung des Kaders

Ein wichtiger Aspekt der aktuellen Transformation des Vereins war die Rückkehr mehrerer Spieler aus Leihgeschäften, was dem Trainerstab ermöglichte, neue Verbindungen zwischen den Spielern zu finden. Kostjuk erinnerte an das berühmte Zitat von Valeriy Lobanovskyi, dass der Aufbau einer Mannschaft etwa zwei Jahre dauert, und stellte fest, dass der Prozess seinen Lauf nimmt. „Heute haben wir eine kleine Rotation durchgeführt, und der für das Spiel vorbereitete Plan hat funktioniert', unterstrich der Trainer. Dies bestätigt, dass die in der Vorbereitung verankerte taktische Formation mit hoher Effizienz auf dem Platz umgesetzt wurde.

Taktische Analyse: Gegenpressing und Verwertung

Taktisch zeigten die Kiewer eine qualitativ hochwertige Ausweg aus dem Pressing und eine kluge Umstrukturierung nach Ballverlust. Kostjuk hob besonders die Arbeit im Gegenpressing hervor, die es „Dynamo' ermöglichte, das Spieltempo zu kontrollieren. Der Trainer verschonte jedoch nicht die Mängel: Als einzigen Nachteil des Spiels nannte er die geringe Verwertung. Die Mannschaft hatte alle Chancen, den Vorsprung zu verdoppeln, was das Spiel komfortabler gemacht hätte, aber die Spieler konnten ihre Momente nicht vollständig nutzen.

Start der ukrainischen Meisterschaft: Spiel in Riwne

Bereits in drei Tagen erwartet „Dynamo' das erste offizielle Spiel der neuen Saison der ukrainischen Meisterschaft – ein Auswärtsspiel in Riwne gegen den lokalen „Weress'. In diesem Zusammenhang entstand die Frage nach einer möglichen Verschiebung des Spiels zur Vorbereitung auf das Rückspiel in Baku. Kostjuk versicherte, dass der Verein das Spiel nicht verschieben plant. Der Trainer ist der Meinung, dass ein offizielles Spiel der nationalen Meisterschaft der Mannschaft nur helfen wird, in Form zu kommen. Gleichzeitig erlaubt die Tiefe des aktuellen Kaders eine Rotation ohne Qualitätsverlust, was den Spielern mehr Selbstvertrauen und ein besseres Verständnis der taktischen Anforderungen geben wird.