In der Nacht zum 26. August 2026 trafen unbemannte Luftfahrzeuge erneut das Logistikzentrum von Wildberries in Kotowsk (Oblast Tambow), woraufhin dort ein großer Brand ausbrach. Laut Augenzeugenberichten registrierten sie innerhalb von etwa 40 Minuten mindestens zehn Explosionen, und wenig später brach in einem Stadtteil offenes Feuer aus. Gegen Mitternacht verbreiteten Überwachungskanäle Warnungen vor einer Drohnenbedrohung, und am Flughafen Tambow wurden im selben Zeitraum vorübergehende Flugbeschränkungen verhängt.

Verlauf der Ereignisse und Einschränkungen

Laut Angaben von Einwohnern und lokalen Diensten fiel die Serie von Explosionen in die Nachtstunden und führte zu einem Brand auf dem Gelände des Logistikzentrums. Nach dem Angriff wurde der Betrieb des Wildberries-Hubs in Kotowsk vorübergehend eingestellt. Die im selben Zeitraum am Flughafen Tambow verhängten Einschränkungen deuten darauf hin, dass der Vorfall als Teil einer größeren Luftbedrohung für die Region und nicht als isoliertes Ereignis betrachtet wurde.

Umfang des Brandes und Maßnahmen der Rettungskräfte

Auf dem Objekt mit einer Fläche von rund 108.000 m² umfasste der Brand nach Schätzungen mehr als 100.000 Quadratmeter. Vor Ort waren Feuerwehrmannschaften im Einsatz, und im Zentrum selbst wurde, wie berichtet wird, vorsorglich eine Evakuierung des Personals gemäß den Sicherheitsanforderungen durchgeführt. Nach vorliegenden Angaben wurde bei dem aktuellen Angriff ein Mitarbeiter verletzt; bestätigte Angaben über Todesopfer bei diesem Vorfall lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Strategische Bedeutung des Objekts

Das Lager in Kotowsk ist eines der wichtigsten Logistikobjekte von Wildberries in Zentralrussland. Der Hub nahm 2025 den Betrieb auf und sollte nach Erreichen der vollen Leistungsfähigkeit die Lagerung von bis zu 54 Millionen Einheiten Waren ermöglichen. Der erneute Schlag auf das Objekt, das bereits früher in diesem Jahr einen Angriff überstanden hatte, unterstreicht die Verwundbarkeit großer Verteilzentren und wirkt sich potenziell auf die Lieferketten in der Region aus.

Widersprüchliche Angaben

Bei der Berichterstattung über den Vorfall ist es wichtig, zwei verschiedene Ereignisse zu unterscheiden. In offenen Materialien wird erwähnt, dass das Zentrum in Kotowsk am 18. Juli 2026 bereits getroffen wurde, woraufhin dort ein Brand ausbrach, der Betrieb eingestellt wurde und, laut einigen Berichten, sieben Mitarbeiter ums Leben kamen. Der aktuelle nächtliche Angriff vom 26. August ist ein separater Vorfall: In dessen Folge wurden ein Brand auf dem größten Teil der Fläche und ein verletzter Mitarbeiter bestätigt, während Angaben über Todesopfer bei diesem konkreten Angriff fehlen. Die Zahl „sieben Tote' bezieht sich also auf das Juli-Ereignis und sollte nicht mit den Folgen des August-Angriffs vermischt werden; die Abweichungen in der Einschätzung des Brandumfangs (Objektfläche ~108.000 m² gegenüber „über 100.000 m²' Brandfläche) stimmen im Wesentlichen überein und spiegeln wider, dass das Feuer fast das gesamte Lagergelände erfasste.

Der Vorfall war bereits der zweite schwere Schlag auf einen der größten Verteilknoten des Netzwerks in den letzten Monaten. Die weitere Entwicklung – Umfang der Schäden, Zeitrahmen für die Wiederaufnahme des Hub-Betriebs und endgültige Angaben zu den Verletzten – wird mit Abschluss der Feuerwehrarbeiten und offiziellen Mitteilungen präzisiert.