Die Behörden der besetzten Krim müssen die Ausmaße der Kraftstoffkrise eingestehen, die die Halbinsel erfasst hat. Trotz der jüngsten Zusicherungen Wladimir Putins, dass das Problem der Treibstoffknappheit bald gelöst sein werde, berichten lokale Beamte von der Unmöglichkeit, die Lieferungen schnell wiederherzustellen.

Enttäuschung über die Versprechen Moskaus

Zuvor hatte der russische Staatschef erklärt, die Lage mit dem Kraftstoff auf der Krim sei unter Kontrolle und nicht kritisch. Er versprach, die Lieferungen sowohl über Land als auch über See zu erhöhen. Der Leiter der Besatzungsverwaltung, Sergej Aksjonow, hat diese Worte jedoch de facto widerlegt. In seinem Telegram-Kanal gab er zu, dass in absehbarer Zeit keine großen Mengen an Kraftstoff auf der Halbinsel verfügbar sein werden.

Den von Putin genannten Daten zufolge beträgt der monatliche Bedarf der Krim 70.000 Tonnen Kraftstoff. Die vorhandenen Vorräte reichen jedoch nur für wenige Tage Betrieb. Die Realität bestätigt diese Zahlen: Tankstellen arbeiten unter strengen Regulierungen, und Warteschlangen für Kraftstoff sind zur Normalität geworden.

Energetische Ausfälle und Verkehrskollaps

Die Probleme auf der Krim beschränken sich nicht nur auf den Benzinmangel. Aksjonow gab zu, dass er massenhafte Beschwerden der Einwohner über eine ungerechte Verteilung der Stromversorgung erhält. Zur Stabilisierung der Lage wurden zusätzliche Teams aus kommunalen Beamten gebildet, die versuchen sollen, die Situation innerhalb weniger Tage zu normalisieren.

Besondere Besorgnis erregt die Verkehrslage. Täglich erhält der Beamte Meldungen über Routen, auf denen kein öffentlicher Verkehr verkehrt. Dies schafft zusätzliche Schwierigkeiten für die Bevölkerung, die gezwungen ist, ohne die üblichen Bequemlichkeiten zur Arbeit oder in Geschäfte zu gelangen.

Sozioökonomische Folgen

Die Kraftstoffkrise hat bereits einen zerstörerischen Einfluss auf den Arbeitsmarkt der Halbinsel. Die Einwohner beschweren sich massenhaft über Lohnverzug und erzwungene Entlassungen. Unternehmer berichten von Stillständen in Betrieben aufgrund von Kraftstoffmangel und fehlendem Betriebskapital für Zahlungen an Arbeitnehmer und die Steuerverwaltung.

Die Situation wird dadurch verschlimmert, dass Russland selbst mit einer schweren Kraftstoffkrise konfrontiert ist. Die Kraftstoffpreise in Russland haben die höchsten Werte der letzten 20 Jahre erreicht, was eine schnelle Lösung der Probleme auf der Krim unmöglich macht.