---
title: "Kraftstoffkollaps: Wie Angriffe auf Raffinerien und Importmangel Russland an den Rand einer Benzinverknappung bringen"
description: "Russland am Rande eines Kraftstoffkollapses: Angriffe der AFU auf Raffinerien haben einen Benzinmangel von fast einer Million Tonnen pro Monat verursacht. Importe helfen nicht, und die Bewohner Transbaikaliens fahren bereits massenweise nach China, um zu tanken 🇷🇺🚛🇨🇳"
date: 2026-07-07T20:22:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/kraftstoffkollaps-in-russland-angriffe-auf-raffinerien-und-benzinmangel
tags: []
publisher: "XAB.info"
---

# Kraftstoffkollaps: Wie Angriffe auf Raffinerien und Importmangel Russland an den Rand einer Benzinverknappung bringen

![Erdölraffinerie in Russland vor Bergen, Symbol für Treibstoffkollaps durch Angriffe und Importmangel](https://xab.info/media/2026/07/07/toplivnyj-kollaps-v-rossii-udary-po-npz-i-defitsit-benzina/toplivnyj-kollaps-v-rossii-udary-po-npz-i-defitsit-benzina-1.webp)

Russland steht vor einer massiven Kraftstoffkrise, die Experten als langfristig und eskalierend prognostizieren. Auslöser ist eine Serie erfolgreicher Angriffe der ukrainischen Streitkräfte (AFU) auf Schlüsselobjekte der russischen Ölraffinerie-Infrastruktur. Laut dem Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation wird sich die Lage mit Kraftstoffen im Land weiter verschlechtern.

### Angriff auf die Raffinerie in Omsk und die Mathematik des Mangels

Der Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation, Andrei Kowalenko, berichtete, dass ukrainische Streitkräfte bereits eine Reihe russischer Werke stillgelegt haben, darunter das strategisch wichtige Ölraffineriewerk Omsk. Der Ausfall dieses Riesenwerks reißen eine gewaltige Lücke in die Kraftstoffbilanz des Landes.

Laut Berechnungen von Kowalenko könnte der tägliche Benzinmangel nach der Zerstörung der Raffinerie Omsk 30.600 Tonnen erreichen. Umgerechnet auf einen Monat entspricht dies etwa 918.000 Tonnen, was eine hypothetische Lücke von fast einer Million Tonnen pro Monat darstellt.

### Import rettet nicht: Der Mythos der externen Lieferungen

Viele Experten und Analysten hofften, dass Russland die Verluste durch Kraftstoffimporte kompensieren könnte. Andrei Kowalenko hat jedoch diese Illusionen zerstreut und auf die tatsächliche Lage hingewiesen. Nach seinen Worten sind Importchargen Einzelfälle und bilden keinen regelmäßigen Strom.

Bekannte Lieferungen belaufen sich lediglich auf 50.000 bis 60.000 Tonnen. Zum Vergleich: Der tägliche Bedarf im Land wird auf 110.000 Tonnen geschätzt. Das bedeutet, dass selbst eine große Importcharge weniger als die Hälfte des täglichen Bedarfs deckt. Im Maßstab eines monatlichen Mangels von einer Million Tonnen deckt ein solcher Import nur einen Zehntel des Problems ab.

Die Situation wird durch den saisonalen Faktor verschärft: Die Nachfrage nach Kraftstoffen steigt traditionell im August und September, was die Belastung für die ohnehin geschwächte Logistik weiter erhöhen wird.

### Die Realität vor Ort: Von Einschränkungen bis zur Tankstelle in China

Die Folgen der Angriffe der AFU auf Raffinerien sind für die Bevölkerung bereits spürbar. Mehr als die Hälfte der russischen Regionen sah sich gezwungen, strenge Verkaufsbeschränkungen für Kraftstoffe einzuführen, um einen vollständigen Zusammenbruch der Lieferketten zu verhindern.

Besonders große Resonanz löste die Situation in der Region Transbaikalien aus. Vor dem Hintergrund der Kraftstoffkrise wurden den Bewohnern der Region zunehmend Angebote gemacht, sich in China zu betanken. In städtischen Chats tauchten Dutzende von Anzeigen mit Aufrufen auf, die Grenze zu überschreiten, um an Benzin zu kommen, was auf ein kritisches Niveau des Kraftstoffmangels in den Grenzgebieten hinweist.

Experten stellen fest, dass die aktuellen Probleme mit Kraftstoffen die schwerwiegendsten für Russland in den letzten Jahrzehnten sind, und ohne die Wiederherstellung der Verarbeitungskapazitäten die Situation außer Kontrolle geraten könnte.