Die ukrainischen Tankstellennetzwerke haben am 18. September 2026 die Endverbraucherpreise für Kraftstoffe angepasst, und diesmal gingen die Änderungen in unterschiedliche Richtungen: Einige Sorten wurden teurer, eine Kraftstoffart wurde dagegen günstiger. Laut dem Monitoring von RBC-Ukraine erhöhte das Netzwerk OKKO den Preis für zwei Benzinmarken, während „Ukrenafta“ den Preis für verflüssigtes Gas senkte. Auch andere Medien dokumentieren die Marktlage und vermerken, dass der Dieselkraftstoff sich der psychologischen Marke von 100 Hrywnja pro Liter nähert. Auf Fotos aus Tankstellenanlagen aus derselben Periode sind auch alltägliche Details der Epoche zu sehen: Ein Fahrer tankt einen alten „Wolga“ (GAS 24) mit ukrainischem Kennzeichen, und an den Basen der Säulen liegen Sandsäcke, die unter Kriegsbedingungen zum gewohnten Attribut der Tankstellen geworden sind.
Was im Netzwerk OKKO teurer wurde
Im Netzwerk OKKO betraf der Anstieg genau die Benzinpositionen. Das Premium-Benzin Pulls 95 verteuerte sich um 1 Hrywnja pro Liter und kostet nun 95,90 UAH/l, das Standard-A-95-Euro-Benzin – um 92,90 UAH/l (ebenfalls +1 UAH). Dabei blieb der Preis für Dieselkraftstoff und Autogas in diesem Netzwerk unverändert, das heißt, die Tarifanpassung bei OKKO war punktuell und betraf nur zwei Benzinmarken.
„Ukrenafta“ senkt den Preis für Autogas
In die entgegengesetzte Richtung handelte das Netzwerk „Ukrenafta“, das den Preis für verflüssigtes Gas um 1,70 UAH – auf 41,20 UAH/l – senkte. Dies ist der einzige spürbare Preisverfall unter den großen Netzwerken am Tag des Monitorings. Die Preise für die übrigen Kraftstoffarten an den Tankstellen des Unternehmens blieben auf dem Niveau des Vortages, daher wirkt die Gesamtbilanz der Änderungen bei „Ukrenafta“ dank der punktuellen Gassenkung neutral.
Diesel hält die Marke von 100 Hrywnja
Der Hauptindikator des Tages war der Dieselpreis. An den Tankstellen von OKKO, WOG und SOCAR sowie beim Premium-Diesel von „Ukrenafta“ näherte sich der Kraftstoff der runden Marke und hält sich auf dem Niveau von 99,90 UAH/l. Tatsächlich ist der Diesel „unter“ der Hundert-Hrywnja-Marke stehen geblieben und hält diese Linie, was die Redaktion von RBC-Ukraine als „kritische Schwelle“ für Verbraucher und Transportunternehmen bezeichnet.
WOG und SOCAR: Preise eingefroren
Zwei weitere große Netzwerke – WOG und SOCAR – hielten zum Stichtag 18. September die Kraftstoffpreise im Vergleich zum 17. September auf dem gleichen Niveau, ohne Erhöhungen oder Senkungen vorzunehmen. So ergab sich für den Tag insgesamt ein gemischtes Bild: punktueller Benzinanstieg bei OKKO, punktueller Gasverfall bei „Ukrenafta“ und Tarifstagnation bei WOG und SOCAR bei einem allgemeinen Druck auf den Diesel, der sich nicht von der Marke von 99,90 UAH/l löst.
Widersprüchliche Daten
Hier ist es wichtig, die Diskrepanz zwischen Schlagzeilen und Detailangaben ehrlich aufzuarbeiten. Eine Reihe von Medien bringt die Nachricht im Sinne von „Tankstellen haben die Kraftstoffpreise wieder erhöht“ und betont den Anstieg. In der Aufschlüsselung nach Positionen ist dieses Bild jedoch unvollständig: Bei „Ukrenafta“ wurde das Gas im Gegenteil um 1,70 UAH günstiger, und WOG und SOCAR änderten die Preise überhaupt nicht. Die These „die Preise sind wieder gestiegen“ gilt also nur für einen Teil der Marken (Benzin bei OKKO), während der Tag in der Gesamtheit der Positionen gemischt war. Der Unterschied liegt hier im Akzent der Darstellung, nicht in den Zahlen selbst: Die konkreten Tarife (95,90 / 92,90 / 41,20 / 99,90 UAH/l) stimmen in den Quellen überein.
Kontext: Was steckt hinter den Zahlen
Die gemischte Dynamik – Anstieg beim Benzin, Verfall beim Gas, „Einfrieren“ beim Diesel bei einem Teil der Netzwerke – spiegelt eine vorsichtige Taktik der Betreiber wider, die einzelne Positionen anpassen, statt eine massenhafte Erhöhung durchzuführen. Für den Fahrer bedeutet das, dass der Unterschied von wenigen Hrywnja pro Liter bei der Wahl der Tankstelle und der Kraftstoffart bereits spürbar ist, und der Diesel, der 99,90 UAH/l hält, wird zum Schlüsselindikator für die weitere Marktdynamik im September 2026.