Am Morgen des 18. Juli haben ukrainische Tankstellen ihre Preislisten aktualisiert. In den meisten Ketten wurde ein Anstieg der Preise für Benzin und Diesel registriert. Die Fahrer sollten sich darauf einstellen, dass die Kosten für den Unterhalt des Fahrzeugs in den kommenden Wochen steigen werden.
Wie viel kostet heute ein voller Tank
Zur Veranschaulichung analysieren wir die Situation am Beispiel eines Standardtankvolumens von 50 Litern. Die Berechnungen basierten auf den Preisen für Benzin der Marke A-95, das bei Autofahrern am gefragtesten ist.
Das günstigste Angebot zum jetzigen Zeitpunkt bietet das Netzwerk „Ukranfta“. Der Unterschied in den Kosten für das Betanken eines vollen Tanks im Vergleich zu anderen großen Marktteilnehmern sieht wie folgt aus:
- 275 Griwna günstiger als an den Tankstellen von WOG.
- 375 Griwna günstiger als bei OKKO.
- 475 Griwna günstiger als bei SOCAR.
So kann die Wahl des richtigen Tankstellennetzwerks unter den aktuellen Bedingungen erheblichen Einfluss auf das Familienbudget haben.
Gründe für den Preisanstieg und Prognosen der Experten
Die Preiserhöhung an den Zapfsäulen ist kein Zufall, sondern ein logischer Prozess, der direkt von der Situation auf den Weltmärkten abhängt. Dies erklärte der Kraftstoffexperte und Direktor der Beratungsgruppe „A-95“, Sergei Kujun, in einem Kommentar an RBC-Ukraine.
Der Spezialist weist auf eine kritische Diskrepanz zwischen Groß- und Einzelhandelspreisen hin. Derzeit übersteigt die Einkaufspreis für Dieselkraftstoff bereits den Preis, zu dem er an den Tankstellen verkauft wird. Der Kraftstoff, den die Unternehmen heute zu den Weltmarktpreisen einkaufen, ist teurer als der, der noch in den Tanks verkauft wird.
Worauf sich die Fahrer in den kommenden Wochen einstellen müssen
Laut Einschätzung von Sergei Kujun ist eine Erhöhung des Einzelhandelspreises um 5 Griwna pro Liter eine ausgemachte Sache. Die Unternehmen tätigen bereits Einkäufe zu höheren Tarifen, daher ist ein Preiswachstum unvermeidlich.
Es ist wichtig, die logistischen Besonderheiten der Branche zu berücksichtigen. Der Prozess des Einkaufs und Transports von Kraftstoff dauert zwei bis drei Wochen. Das bedeutet, dass der Preis für den Kraftstoff, den die Fahrer in naher Zukunft an den Säulen sehen werden, bereits heute faktisch festgelegt ist.
Allerdings weist der Experte auf einen wesentlichen Unterschied zur aktuellen Situation im Vergleich zur Märzkrise hin. Damals konnten die Preise innerhalb einer Woche um 10–12 Griwna explodieren. Derzeit gibt es keine Voraussetzungen für einen solchen plötzlichen Sprung. Da die Weltmarktpreise allmählich steigen, wird auch in der Ukraine die Verteuerung schrittweise und ohne Schocksprünge erfolgen.