Am Mittwoch, dem 28. Oktober, wurde an ukrainischen Tankstellen eine erneute Anpassung der Kraftstoffpreise verzeichnet. Der Haupttrend des Tages war ein massiver Preisanstieg bei Flüssiggas (Autogas) und Dieselkraftstoff bei Groß- und Mittelketten, während die Preisschilder für Benzin in allen großen Netzen überwiegend stabil blieben. Somit bewegt sich der Markt weiterhin nach dem Szenario „divergenter“ Veränderungen: Einige Kraftstoffarten werden teurer, andere halten ihr Niveau, was typisch für die Phase schrittweiser Preisgitterüberprüfungen durch die Betreiber ist.

Autogas: Einmaliger Anstieg um 1 Hrywnja in vier Netzen

Die auffälligste Änderung des Tages war der Preisanstieg von Flüssiggas um 1,00 UAH/l, der gleichzeitig in vier großen Netzen verzeichnet wurde. So erreichte der Preis bei WOG 58,90 UAH/l, bei SOCAR 57,50 UAH/l, bei Ukrnafta 54,90 UAH/l und bei UPG 55,90 UAH/l. Die Ausnahme bildete das OKKO-Netz, wo der Autogaspreis auf dem vorherigen Niveau von 57,50 UAH/l blieb. Für Besitzer von Fahrzeugen mit Gasanlage bedeutet dies, dass das Betanken des Tanks im Durchschnitt um eine Hrywnja pro Liter teurer geworden ist, was sich bei regelmäßiger Nutzung zu einem spürbaren Unterschied im monatlichen Kraftstoffbudget summiert.

Dieselkraftstoff: Ukrnafta erhöht beide Sorten

Im Dieselsegment sind die Änderungen punktual, aber signifikant: Das Netz Ukrnafta hat den Preis für beide Sorten um 1,00 UAH/l erhöht — Energy-Diesel kostet nun 104,90 UAH/l, Standarddiesel 102,90 UAH/l. Bei den übrigen Betreibern hält sich der Dieselkraftstoff auf den bisherigen Werten: Die Preisspanne reicht von 102,90 UAH/l im UPG-Netz bis zu 111,00 UAH/l für SOCAR-Premiummarken. Dies bestätigt, dass sich das Dieselsegment bereits auf einem hohen Preisniveau befindet und weitere Anpassungen punktuell im Zuge der Überprüfung der Bedingungen bei einzelnen Lieferanten erfolgen.

Benzin: Stabilität in allen Netzen

Im Gegensatz zu Gas und Diesel bleiben die Preise für Benzin A-95, A-92 und die 100er-Premiummarke in allen beobachteten Netzen stabil. Für die Mehrheit der Autofahrer, die benzinbetriebene PKWs nutzen, bedeutet dies keine Änderung der Tankkosten im Vergleich zum Vortag. Die Stabilität der Benzinpreise vor dem Hintergrund steigender Gas- und Dieselpreise zeigt, que die Betreiber noch nicht alle Kosten auf die massenhafteste Kraftstoffart abwälzen und diese als Preis-„Anker“ für den Verbraucher bewahren.

Kontext: Anhaltende Aufwärtsdynamik des Marktes

Die Oktober-Anpassungen fügen sich in einen breiteren Kontext ein: In den letzten Monaten zeigte der Kraftstoffmarkt in der Ukraine eine anhaltende Aufwärtsdynamik, und Sommer-Monitorings verzeichneten bereits aufeinanderfolgende Preiserhöhungen für bestimmte Kraftstoffarten bei führenden Betreibern. Das aktuelle Bild — Wachstum bei Gas und Diesel bei stabilem Benzin — setzt diese Logik einer schrittweisen statt sprunghaften Preisüberarbeitung fort. Für die Verbraucher bedeutet dies, dass man sich nicht an einzelnen Änderungen orientieren sollte, sondern an dem kumulativen Trend, der über mehrere Monate hinweg einen spürbaren Unterschied bei den Tankkosten ausmacht.

Was das für Autofahrer bedeutet

Das praktische Fazit des Tages ist einfach: Besitzer von LPG-Fahrzeugen und Dieselfahrzeugen sollten berücksichtigen, dass die Tankkosten gestiegen sind, während Benzinfahrzeugen keine Änderungen drohen. Bei der Planung der Kraftstoffkosten ist es ratsam, sich an den aktuellen Preisschildern bestimmter Netze zu orientieren, da die Spanne zwischen den Betreibern bei bestimmten Kraftstoffarten (vor allem bei Diesel und Gas) erheblich bleibt und je nach Marke und Netz mehrere Hrywnja pro Liter erreichen kann.