In Kramatorsk wurden innerhalb eines Tages massive Angriffe russischer Drohnen auf zivile Fahrzeuge registriert, bei denen laut lokalen Behörden drei Menschen getötet und weitere drei verletzt wurden. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung des Stadtrats von Kramatorsk. Laut seinen Angaben wurden die Angriffe mit FPV-Drohnen durchgeführt und richteten sich unmittelbar auf Fahrzeuge, die sich im Stadtzentrum befanden.
Angriff von FPV-Drohnen im Stadtzentrum
Der Stadtrat betont, dass russische Streitkräfte gezielt zivile Fahrzeuge im zentralen Teil von Kramatorsk trafen. Es wurden mindestens drei Treffer registriert: Zweimal wurden Fahrzeuge im Fahrbetrieb getroffen, ein weiterer Treffer traf ein in der Nähe eines Ladens geparktes Fahrzeug. Die Angriffe hatten somit nicht punktuellen, sondern systematischen Charakter innerhalb eines Tages.
Opfer und Art der Schäden
Laut Angaben der Stadtverwaltung kamen infolge der Angriffe drei Menschen ums Leben, weitere drei Verletzte erlitten Verwundungen. Auf den veröffentlichten Aufnahmen ist ein stark verformtes und teilweise ausgebranntes Personenkraftwagen zu sehen, was auf einen Nah- oder Direkttreffer einer Munition hindeutet. Die genauen Umstände des Todes jedes einzelnen Opfers sowie deren Identitäten werden in öffentlichen Erklärungen nicht offengelegt.
Position des Stadtrats
Der Stadtrat von Kramatorsk erklärte, dass die angegriffenen Fahrzeuge keinerlei Bezug zu militärischen Zielen hatten, und die Angriffe auf Zivilisten seien ein weiteres Kriegsverbrechen Russlands. Die lokalen Behörden fordern, diese Vorfälle als Beweise für gezielte Angriffe auf die zivile Infrastruktur und die Bevölkerung der Stadt zu dokumentieren.
Widersprüchliche Angaben
Gleichzeitig bestehen in offenen Quellen Abweichungen bei der Bewertung der Art der getroffenen Objekte und der Ergebnisse der Angriffe. Während RBC-Ukraine und der Stadtrat betonen, dass die Drohnen zivile Fahrzeuge trafen, verknüpfen eine Reihe anderer Veröffentlichungen die Drohnenangriffe in Kramatorsk mit der Zerstörung von Militärtechnik — insbesondere wird ein von Drohnen in Brand gesetzter Schlepper der ukrainischen Streitkräfte erwähnt. Darüber hinaus nennen einzelne Berichte zu den Beschussungen der Oblast Donezk andere Opferzahlen (ein Toter und etwa 29 Verletzte, darunter ein Kind), was sich auf andere Zeiträume oder auf die gesamte Region beziehen könnte und nicht nur auf den Vorfall mit den Fahrzeugen in Kramatorsk. Diese Widersprüche erfordern eine zusätzliche Verifikation.
Kontext: Lage in Kramatorsk
Kramatorsk bleibt während des gesamten Konflikts eine der am stärksten von Beschuss und Drohnenangriffen betroffenen Städte auf dem von der Ukraine kontrollierten Gebiet. Berichte dokumentieren erhebliche Zerstörungen der städtischen Bebauung und einen Abwanderungszug der Bewohner, was jeden Treffer auf die zivile Infrastruktur für das Überleben der verbliebenen Bevölkerung kritisch macht. Der Vorfall mit den Angriffen auf Fahrzeuge im Stadtzentrum fügt sich in das Gesamtbild eines systematischen Drucks auf die Stadt ein.