Der Kreml hat auf die jüngsten öffentlichen Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump reagiert, die sich auf die Situation in der Ukraine beziehen. Dmitri Peskow, der offizielle Sprecher des Kremls, kommentierte die Informationen über eine mögliche Schließung des Luftraums über der Ukraine und widerlegte zudem Gerüchte über ein Telefongespräch zwischen den Führern der beiden Länder.

Fehlende Kontakte: Trump und Putin

Der Sprecher des Kremls bestätigte, dass Donald Trump am 8. Juli trotz öffentlicher Zusicherungen, dies zu tun, nicht telefonisch mit Wladimir Putin Kontakt aufgenommen hat. Peskow vermutete, dass der Chef des Weißen Hauses andere Geschäfte hatte, betonte jedoch die Bereitschaft des russischen Führers zum Dialog.

„Trump war gestern offensichtlich beschäftigt und hat Putin nicht angerufen, aber der Präsident Russlands ist immer gerne bereit, sich zu unterhalten', erklärte Peskow.

„Falsche Vorstellungen' zur Eskalation

Im Kreml wurde besonderes Augenmerk auf Trumps Worte über die Möglichkeit von Angriffen Kiiews tief in das russische Territorium gelegt. Moskau betrachtet diese Äußerungen nicht als Eskalation des Konflikts. In der Präsidentschaftsverwaltung der Russischen Föderation werden sie als „falsche Vorstellungen der US-Führung' bezüglich der aktuellen Lage eingestuft.

Aussage zur Schließung des Luftraums

Peskow kommentierte auch die Idee einer potenziellen Schließung des Luftraums über der Ukraine und merkte an, dass Trump zum ersten Mal davon gesprochen hat. Zuvor wurde das Thema nicht diskutiert, doch nun wirft es in Moskau Fragen auf.

„Früher gab es keine solchen Aussagen. Früher hat niemand das Thema der Schließung des Luftraums diskutiert. In jedem Fall geht es darum, dass die Streitkräfte eines NATO-Landes auf dem Territorium der Ukraine operieren werden. Genau das ist es, wogegen die „SOW' (so nennt Russland den Krieg gegen die Ukraine - Anm. d. Red.) durchgeführt wird. Das ist wichtig zu verstehen. Daher muss dies noch bedacht werden. Bedacht werden, wie gut diese Frage ausgearbeitet ist und zwischen wem sie ausgearbeitet wurde', erklärte Peskow.

Lizenz für Patriot und Unterstützung der AFSU

Zuvor wurde berichtet, dass Donald Trump der Ukraine eine Lizenz für die Produktion von Flugabwehrraketensystemen Patriot versprochen hat. Darüber hinaus äußerte er seine Zustimmung zu massiven Angriffen der Streitkräfte der Ukraine auf das russische Territorium und erklärte, dass solche Maßnahmen den Frieden in das Land zurückbringen könnten.

Interessanterweise nannte Trump auch seinen „Lieblingssoldaten' in der Ukraine, was zusätzlichen Anlass für die Diskussion über seine Position im Konflikt bot.