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title: "Krieg über dem Meer: Wie Ukraine die Regeln gegen „Schahed“-Drohnen mit Flugzeugdrohnen und Funkfeuern ändert"
description: "Kyrill Lykov vom Sergej Prytula-Fonds erklärt, wie die Ukraine die Regeln in der maritimen Luftabwehr ändert. 🌊 Anstelle von Koptern werden langlebige Flugzeugdrohnen eingesetzt, und das Projekt „Mayachnya“ löst das Navigationsproblem ohne GPS. Der Feind ist gezwungen, die Routen der „Schahed“-Drohnen immer weiter von der Küste zu verlegen. 🚁🇺🇦"
date: 2026-08-04T09:48:01.000Z
lang: de
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tags: [sergey-pritula-foundation, kyrylo-liukov, naval-pvo, technotaras, mayaan]
publisher: "XAB.info"
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# Krieg über dem Meer: Wie Ukraine die Regeln gegen „Schahed“-Drohnen mit Flugzeugdrohnen und Funkfeuern ändert

![Ukrainische Flugzeugdrohnen mit der Aufschrift 'ЕДИНОЗБІР' und Erkennungszeichen, bereit für den Einsatz gegen iranische 'Shahed'-Kamikazedrohnen](https://xab.info/media/2026/08/04/morskaya-pvo-ukrainy-samoletnye-drony-i-proekt-mayachnya/morskaya-pvo-ukrainy-samoletnye-drony-i-proekt-mayachnya-1.webp)

Der Schutz des Luftraums über Land und über offenem Meer sind grundlegend verschiedene Aufgaben, die einzigartige Ansätze und Technik erfordern. Während über die bodengebundene leichte Luftabwehr ständig gesprochen wird, bleibt die maritime Richtung oft im Schatten. Doch genau hier, über der Wasserfläche, findet ein versteckter, aber kritisch wichtiger Kampf um den Himmel statt.

Kyrill Lykov, Leiter der Abteilung für unbemannte Technologien des Sergej Prytula-Fonds, enthüllte in einem Artikel für RBC-Ukraine Details zur Entwicklung der maritimen Luftabwehr und die wichtigsten technologischen Durchbrüche, die es ukrainischen Einheiten ermöglichen, feindliche Drohnen in beträchtlicher Entfernung von der Küste abzufangen.

### Warum Multikopter auf See an Effektivität verlieren

Heute sind die wichtigsten Abfangjäger Multikopter und Drohnen vom Flugzeugtyp. Kopter werden wegen ihrer schnellen Startbereitschaft und einfachen Handhabung geschätzt; sie bewältigen Aufgaben im Küstengebiet hervorragend. Die Praxis zeigt jedoch, dass sie auf offener See keine optimale Lösung mehr darstellen.

Russland plant die Flugrouten von Angriffsdrohnen so, dass die Transitwege Dutzende Kilometer von der Küstenlinie entfernt verlaufen. Auf Distanzen von mehr als 25 Kilometern werden Multikopter aufgrund der begrenzten Flugzeit praktisch nutzlos. Gleichzeitig ist eine Drohne vom Flugzeugtyp ein Gleiter, der sich mehr als eine Stunde in der Luft halten und eine stabile Verbindung über 40 Kilometer und mehr aufrechterhalten kann.

Zudem eröffnet sich über dem Wasser ein Funkhorizont, der an Land aufgrund des Reliefs und der Bebauung nicht vorhanden ist. Dies macht Drohnen vom Flugzeugtyp zur logischen und notwendigen Wahl für den Schutz der maritimen Richtung. Der Sergej Prytula-Fonds unterstützt die Entwicklung solcher Lösungen im Süden des Landes systematisch.

### Strategischer Effekt: Abschuss oder Abschreckung?

Die jüngsten Errungenschaften mehrerer Einheiten, die Unterstützung vom Fonds erhielten, haben die Kräfteverhältnisse verändert. Für den Gegner bedeutet dies, dass seine Verwundbarkeit nun deutlich weiter von der Küste beginnt, als er in seine Pläne eingeplant hatte. Wenn solche Ergebnisse systematisch werden, ist der Feind gezwungen, die Transitrouten noch weiter ins Meer zu verlegen.

Das ist der strategische Effekt: Das Ziel ist nicht nur die physische Zerstörung der Drohne, sondern auch die Veränderung des Verhaltens des Gegners und das Zwingen zu weniger effektivem Handeln.

### Jagd auf Aufklärer: Neue Taktik

Der Schutz des Luftraums über dem Meer umfasst zwei Schlüsselaufgaben, wobei der Kampf gegen Aufklärungs-Drohnen (UAVs) zur prioritären wird. Warum gerade sie?

Der Feind nutzt Aufklärer nicht nur zur Beobachtung, sondern auch als Relaisstationen in einer MESH-Netzwerk-Konfiguration. In dieser Konfiguration ermöglicht eine Aufklärungsdrohne den Operatoren die „manuelle“ Steuerung von Kamikaze-Drohnen vom Typ „Schahed“ bis zum Moment des Angriffs auf das Ziel. Daher ist die strategische Aufgabe der ukrainischen Luftabwehr, genau diese Träger der Kommunikation zu treffen und dem Feind die Möglichkeit zu nehmen, die Angriffstruppe zu steuern.

Dank der ständigen Präsenz von Flugzeug-Abfangjägern am Himmel müssen feindliche Aufklärer sich bereits erheblich von der Küste zurückziehen. Die bloße Präsenz eines Abfangjägers erzeugt einen Abschreckungseffekt: Der Gegner ändert seine Routen und beschränkt seine Möglichkeiten.

### Projekt „Mayachnya“: Navigation ohne GPS

Eines der Hauptprobleme der maritimen Luftabwehr ist die Navigation. Einheiten, die ohne GPS arbeiten, orientieren sich an Land an Türmen, Gebäuden und dem Relief. Auf offener See gibt es keine solchen Orientierungspunkte, was die Routenplanung und die Rückkehr des Abfangjägers kritisch erschwert.

Ende letzten Jahres wurde auf Initiative des Sergej Prytula-Fonds, gemeinsam mit dem 12. separaten Zentrum für Spezialaufgaben (12 OZSN) und der Miltech-Firma „TechnoTaras“, das Projekt „Mayachnya“ gestartet. Sein Kern ist die Schaffung eines autonomen Netzwerks von Funkfeuern auf Basis von Skyline entlang der Küste von Otschakow bis Ismail.

Diese Feuer arbeiten autonom, verfügen über eine Notstromversorgung und sind mit einem zentralisierten Netzwerk mit der Möglichkeit zur Fernkonfiguration verbunden. Dies ermöglicht dem Operator, den Standort seines Mittels jederzeit genau zu kennen – selbst bei GPS-Störung, bei schlechtem Wetter oder bei Verbindungsverlust. Das Projekt wurde zum Impuls für die Schaffung eines landesweiten Funkfeuer-Netzwerks auf Basis von Sine-link und Skyline.

### Triumph der Zusammenarbeit

Heute nutzen im Süden mehr als fünf Einheiten Flugzeugsysteme, die vom Sergej Prytula-Fonds übergeben wurden. Hinter jedem abgeschossenen „Schahed“ oder Aufklärer, hinter jeder Änderung der feindlichen Route steht die koordinierte Arbeit im Dreieck: Hersteller, Einheit und Fonds.

Der Hersteller erhält Kampfrückmeldungen und verbessert die Technik. Die Einheit erhält aktuelles Waffenarsenal und Schulung. Der Fonds koordiniert und skaliert erfolgreiche Lösungen. Wie im Fonds betont wird: Unbesiegbar, wenn vereint!