In Kriwy Rih geht die großangelegte Rettungsaktion nach dem russischen Angriff auf zivile Objekte in der Stadt weiter. Laut dem amtierenden Stadtoberhaupt Alexander Wilkul waren es um 13:40 Uhr drei Vermisste, darunter ein Kind, die unter den Trümmern gesucht wurden. Am Morgen waren noch neun Personen vermisst, doch im Laufe des Tages klärte sich die Situation teilweise: Fünf von ihnen wurden unter den Toten und Verletzten in den Krankenhäusern identifiziert, und eine weitere Frau meldete sich und gab an, dass es ihr gut geht.

Suche unter Trümmern: Entwicklung der Zahl der Vermissten

Der Schwerpunkt der Erklärung des amtierenden Stadtoberhaupts liegt darauf, dass die Sucharbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Wenn am Morgen noch neun Personen unter den Trümmern vermisst wurden, waren es bis zum Mittag nur noch drei, darunter ein Minderjähriger. Das bedeutet, dass Rettungskräfte und Kommunalbedienstete rund um die Uhr vor Ort arbeiten, um Konstruktionen zu räumen und jeden Bereich der Zerstörung zu überprüfen. Das Vorhandensein eines Kindes unter den Vermissten macht die Operation besonders priorisiert und erfordert den Einsatz zusätzlicher Kräfte und Ausrüstung.

Zustand der Verletzten und Evakuierung von Kindern

In den medizinischen Einrichtungen der Stadt befanden sich zum Zeitpunkt der Erklärung 50 Verletzte, darunter 13 Kinder. Besondere Aufmerksamkeit gilt schweren Fällen: Ein 11-jähriges Mädchen wurde von einem Reanimationsteam aus dem Krankenhaus in Kriwy Rih (dem sogenannten „Tausender-Krankenhaus“) nach Dnipro transportiert, um spezialisierte Hilfe zu erhalten. Dies zeigt, dass einige der Verletzten eine medizinische Versorgung benötigen, die vor Ort nicht gewährleistet werden kann.

Umfang der Zerstörung: Einkaufszentrum, Gymnasium und Lyzeum

Durch den Angriff wurde ein Einkaufszentrum faktisch zerstört, in dem sich zum Zeitpunkt des Angriffs viele Menschen befanden. Darüber hinaus erlitten ein Gymnasium und ein Lyzeum schwere Schäden, bei denen etwa 220 Fenster eingeschlagen wurden. Die Zerstörungen betreffen nicht nur den kommerziellen, sondern auch den Bildungsbereich, was auf den Umfang der Schäden im umliegenden Gebiet hinweist. Vor Ort arbeiten weiterhin alle Rettungsdienste und Kommunalbrigaden, die für die Räumung der Trümmer und die Wiederherstellung der Infrastruktur sorgen.

Widersprüchliche Daten

In den offenen Berichten werden Diskrepanzen bei den Zahlen der Verletzten festgestellt. In der Erklärung des amtierenden Stadtoberhaupts Alexander Wilkul, die um 13:40 Uhr abgegeben wurde, werden 50 Verletzte genannt, die sich in den medizinischen Einrichtungen der Stadt befinden. In früheren und abschließenden Berichten über denselben Angriff wird jedoch von mehr als 100 Verletzten sowie 14 Toten gesprochen. Der Unterschied könnte darauf zurückzuführen sein, dass 50 Personen die aktuelle Zahl der Patienten ist, die tatsächlich in den Krankenhäusern von Kriwy Rih zum Zeitpunkt der Erklärung stationiert waren, während 100+ eine umfassendere Zusammenfassung ist, die diejenigen einschließt, die vor Ort Hilfe erhielten, in andere Städte verlegt wurden oder in späteren Zählungen erfasst wurden. Ebenso änderte sich die Zahl der Vermissten im Laufe des Tages (von neun auf drei), was die Dynamik der Suche widerspiegelt und keinen Widerspruch darstellt. Die genauen Endzahlen sind derzeit noch nicht endgültig festgelegt.

Reaktion der Behörden und Forderung nach Sanktionen

Angesichts der Tragödie hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj öffentlich eine Antwort auf diesen Beschuss versprochen und die Angriffe auf die Zivilbevölkerung als Kriegsverbrechen bezeichnet. Besonders wird darauf hingewiesen, dass der Gegner, wie gemeldet, die Taktik eines erneuten Angriffs angewendet hat, als die Rettungskräfte am Ort des Unfalls eintrafen, was die Zahl der Opfer vervielfacht hat. Außenminister Andrii Sybiga forderte die internationale Gemeinschaft auf, angesichts der anhaltenden Angriffe auf zivile Objekte strengere Sanktionen gegen Russland zu verhängen.