Kuba hat die zentrale Stromversorgung 36 Stunden nach einem massiven Blackout wiederhergestellt, das die gesamte Insel ohne Strom ließ. Der Vorfall, der am Sonntagabend begann, endete am Dienstag gegen 11:35 Uhr Ortszeit, wie das Energieministerium des Landes mitteilte. Dies ist bereits der vierte landesweite Stromausfall im vergangenen Monat.
Ursachen der Ausfälle: Wetter und Ressourcenknappheit
Die am Montag begonnenen Wiederherstellungsarbeiten stießen auf erhebliche Schwierigkeiten aufgrund widriger Wetterbedingungen, was die Stromversorgung verzögerte. Die offiziellen Behörden Havanas verbinden die systemischen Probleme im Energiesektor jedoch mit dem externen Druck. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez wies in einer Erklärung im sozialen Netzwerk X direkt auf die US-Sanktionen als Hauptursache der Krise hin.
Laut dem Minister befindet sich das Land seit acht Monaten unter einer faktischen Ölblockade. Die restriktiven Maßnahmen haben das Energiesystem, so die kubanische Führung, des notwendigen Treibstoffs, Ersatzteile und des Zugangs zu internationalen Experten beraubt. Rodríguez bezeichnete die Situation als direkte Folge der „genozidalen Blockade“ durch Washington.
Politische Kontext und verstärkter Druck
Der Energiekollaps ereignet sich vor dem Hintergrund einer verschärften Wirtschaftspolitik der Administration von Donald Trump, die auf die Ablösung des kommunistischen Regimes abzielt, das seit fast 70 Jahren auf der Insel an der Macht ist. Als Reaktion auf den externen Druck kündigte die kubanische Führung eine Reihe von Marktreformen an, lehnt jedoch jede Diskussion über einen Wechsel des politischen Systems kategorisch ab.
Militärischer Aspekt des Konflikts
Die Lage rund um die Insel verschärft sich auch im militärischen Bereich. Zuvor berichteten Quellen, dass Kuba eine Partie von 300 unbemannten Fluggeräten gekauft habe, die in der Nähe von US-Stützpunkten eingesetzt werden könnten. Experten gehen davon aus, dass Russland oder Iran die Lieferanten der Drohnen gewesen sein könnten, was die regionalen Beziehungen weiter belastet.