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title: "Lagarde: Inflationsschock in der Eurozone wird länger andauern als erwartet – EZB ist auf weitere Verschärfung vorbereitet"
description: "Christine Lagarde erklärte, dass der Inflationsschock in der Eurozone aufgrund des Konflikts im Nahen Osten und des Anstiegs der Energiepreise länger andauern werde als erwartet. Die EZB hat diese Woche zum zweiten Mal den Leitzins auf 2,5 % angehoben und ist auf eine weitere Verschärfung vorbereitet."
date: 2026-09-13T07:41:27.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/lagarde-inflationsschock-eurozone-daert-laenger-als-erwartet-ezb-bereit-fuer-weitere-verschaerfung
tags: [ecb, inflation, christine-lagard, eurozone, interest-rates, energy-prices, middle-east-conflict]
publisher: "XAB.info"
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# Lagarde: Inflationsschock in der Eurozone wird länger andauern als erwartet – EZB ist auf weitere Verschärfung vorbereitet

![EZB-Präsidentin Christine Lagarde spricht an einem Pult mit dem Logo der Europäischen Zentralbank vor blauem Hintergrund](https://xab.info/media/2026/09/13/lagard-inflacionnyj-shok-evrozone-prodlitsya-dolgee-chem-ozhidalos/lagard-inflacionnyj-shok-evrozone-prodlitsya-dolgee-chem-ozhidalos-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Lagarde erklärte, dass der Inflationsschock in der Eurozone länger andauern werde als erwartet
- Die EZB hat diese Woche zum zweiten Mal den Leitzins angehoben und auf 2,5 % erhöht
- Die Inflation in der Eurozone liegt über 3 % bei einem Zielwert von 2 %
- Die überarbeiteten EZB-Prognosen deuten auf einen Anstieg der Inflation in den Jahren 2027–2028 hin
- Bundesbank-Präsident Nagel unterstützte ebenfalls die Notwendigkeit einer Zinsanhebung

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, erklärte in einem Interview mit der Zeitung Ouest-France, dessen Protokoll am 12. September 2026 auf der offiziellen Website der EZB veröffentlicht wurde, dass die Inflation in der Eurozone noch einige Zeit auf einem erhöhten Niveau bleiben wird. Ihren Worten zufolge wird der aktuelle Inflationsschock länger andauern, als Analysten zuvor angenommen hatten, und die Volatilität sowie der Druck auf die Energiepreise werden in absehbarer Zeit nicht nachlassen.

### Längerer Schock und Gefahr eines Wachstumsrückgangs

Lagarde betonte, dass die Wirtschaft der Eurozone einen schweren Schock durchlebe, der voraussichtlich länger andauern werde als in früheren Prognosen angenommen. Die EZB-Präsidentin sagte voraus, dass der Konflikt im Nahen Osten anhalten werde und der anhaltende Druck auf die Energiemärkte das Wirtschaftswachstum der Region bremsen könne. Gleichzeitig zeige die Wirtschaft jedoch Widerstandsfähigkeit, was es der Zentralbank ermöglichte, die erforderlichen Gegenmaßnahmen zu ergreifen, ohne die Kontrolle über den geldpolitischen Prozess zu verlieren.

### Energiepreise und geopolitische Faktoren

Bei der Analyse der Ursachen des Preisanstiegs verwies Lagarde auf den Krieg im Iran sowie auf die Zerstörung von Raffineriekapazitäten in mehreren Regionen, insbesondere in Russland. Ihren Worten zufolge seien gerade diese Faktoren für den erheblichen Anstieg der Energiepreise verantwortlich, der seinerseits das allgemeine Niveau der Verbraucherpreise erhöht habe. Unter den aktuellen Bedingungen liegt die Inflation in der Eurozone über 3 %, während das EZB-Ziel bei 2 % liegt.

### Geldpolitik: Zweiter Zinsschritt

Angesichts des starken Anstiegs der Öl- und Gaspreise hat die EZB diese Woche einen zweiten Zinsschritt beschlossen. Nach der Anpassung liegt der Leitzins der Zentralbank bei 2,5 %. Der Chefvolkswirt der EZB, Philip Lane, hält diesen Wert nach Angaben informierter Quellen für die obere Grenze des neutralen Bereichs. Vertreter der Zentralbank seien der Ansicht, dass die Zinsen weiter steigen werden, bis die Inflation auf das Ziel von 2 % zurückkehrt.

### Prognosen für 2027–2028 und Überarbeitung der Erwartungen

Laut den überarbeiteten Prognosen, die die EZB diese Woche veröffentlichte, wird die Inflation in der Eurozone in den Jahren 2027 und 2028 steigen. Die für 2028 prognostizierte Inflationsrate liegt nun leicht über dem Zielwert von 2 %. Gleichzeitig wurden die Wachstumsprognosen nach oben revidiert: Die Wirtschaft der Eurozone hat sich angesichts der Konflikte im Nahen Osten und anderer ungünstiger Faktoren, einschließlich der Handelspolitik der Vereinigten Staaten, widerstandsfähiger erwiesen als erwartet.

### Positionen anderer Zentralbanken und allgemeiner Kontext

Schon früher diese Woche hatte der Präsident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, die Ansicht geäußert, dass die EZB möglicherweise die Zinsen etwas anheben müsse, um den Preisanstieg zu dämpfen. Damit kommt das Signal der Bereitschaft zu weiteren Zinserhöhungen nicht nur aus Frankfurt, sondern auch aus München, was den Druck auf die Zentralbank erhöht, in den kommenden Monaten eine strenge Geldpolitik beizubehalten.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [EZB-Präsidentin: Der aktuelle Inflationsschock wird länger andauern als erwartet.](https://www.vietnam.vn/ru/chu-tich-ecb-cu-soc-lam-phat-hien-tai-se-keo-dai-hon-du-doan) - Русскоязычная версия основного материала. Подтверждает ключевой тезис Лагард о продолжительности инфляционного шока и ссылается на стенограмму интервью, опубликованную на сайте ЕЦБ 12 сентября.
- [EZB-Chefin: Der Inflationsschock, dem die Eurozone ausgesetzt ist, hat keine gefährlichen Sekundäreffekte ausgelöst](https://www.finmarket.ru/database/news/6648408) - Дополнительный ракурс: Лагард отмечает отсутствие опасных вторичных эффектов (спирали «зарплаты–цены»), что согласуется с тезисом об устойчивости экономики, но не противоречит оценке продолжительности шока.
- [Neue EZB-Strategie: Lagarde kündigt das Ende einer ganzen Ära in der Geldpolitik an](https://ru.euronews.com/business/2026/06/30/christine-lagardes-speech-in-sintra-signals-a-new-playbook-for-the-ecb) - Контекстный материал от 30.06.2026 (выступление в Синтре). Даёт фоновое понимание смены подхода ЕЦБ, но не содержит прямых данных по текущему повышению ставки.

## ❓ FAQ

### Q: Wie hoch ist derzeit der Leitzins der EZB?
**A:** Nach dem zweiten Anstieg diese Woche liegt der Leitzins der EZB bei 2,5 %. Der Chefvolkswirt der Zentralbank, Philip Lane, betrachtet dieses Niveau als obere Grenze des neutralen Bereichs.

### Q: Warum wird die Inflation nach Worten Lagardes hoch bleiben?
**A:** Lagarde führt dies auf die Fortsetzung des Konflikts im Nahen Osten, den Anstieg der Energiepreise infolge des Krieges im Iran und die Zerstörung von Raffineriekapazitäten, auch in Russland, zurück. Sie prognostiziert, dass die Volatilität auf den Energiemärkten in absehbarer Zeit nicht nachlassen wird.

### Q: Welche EZB-Prognosen gibt es für die Inflation in den Jahren 2027–2028?
**A:** Laut den überarbeiteten Prognosen wird die Inflation in der Eurozone in den Jahren 2027 und 2028 steigen. Die für 2028 prognostizierte Rate liegt leicht über dem Zielwert von 2 %.

### Q: Unterstützt die Bundesbank eine Verschärfung der EZB-Politik?
**A:** Ja. Der Präsident der Bundesbank, Joachim Nagel, hat früher diese Woche die Ansicht geäußert, dass die EZB möglicherweise die Zinsen etwas anheben müsse, um den Preisanstieg zu dämpfen.