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title: "Laschet: Deutschland hat Kapazitaeten zur Unterstuetzung der ukrainischen Luftverteidigung ausgeschoepft – „kein Spielraum mehr“"
description: "Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Armin Laschet, erklärt, Deutschland habe keine Kapazitäten mehr zur Unterstützung der ukrainischen Luftverteidigung; es gebe „keinen Spielraum mehr“. Zudem fordert er Deeskalation und den Erhalt der Unterstützung aus Washington."
date: 2026-10-18T12:53:26.548Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/laschet-deutschland-ukraine-luftverteidigung-grenzen
tags: [germany, ukraine, air-defense, bundestag, starlink, laschet, defense-policy]
author: "Alexander Buran"
publisher: "XAB.info"
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# Laschet: Deutschland hat Kapazitaeten zur Unterstuetzung der ukrainischen Luftverteidigung ausgeschoepft – „kein Spielraum mehr“

![Armin Laschet spricht bei einer politischen Veranstaltung über die Unterstützung der Ukraine und die deutsche Rüstungsindustrie.](https://xab.info/media/2026/10/18/laschet-germany-air-defense-ukraine-limits/laschet-germany-air-defense-ukraine-limits-1.webp)

## Kernpunkte

- Laschet erklärt, Deutschland habe bereits maximalen Umfang an Luftverteidigungshilfe geleistet, keine Reserven
- Keine direkte Antwort auf Waffen mit hoher Reichweite unter Verweis auf Trump-Position
- Laschet fordert Deeskalation und Aufrechterhaltung der US-Unterstützung (Starlink, Geheimdienstdaten)
- Berlin finanziert Starshield bis April 2027; Wadephul fordert Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzungen

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Armin Laschet, erklärte, dass Deutschland der Ukraine das gesamte mögliche Maß an Unterstützung im Bereich der Flugabwehr bereitgestellt habe und derzeit über keine zusätzlichen Reserven für neue Lieferungen verfüge. Dies berichtete RBC-Ukraine unter Berufung auf die Berliner Zeitung. Laut dem Politiker habe die Bundesregierung bereits alle verfügbaren Kanäle genutzt und besitze kein Potenzial, das für eine zusätzliche Unterstützung Kiews kurzfristig mobilisiert werden könnte.

### „Kein Spielraum“: Einschätzung der Kapazitäten von Bundeswehr und Rüstungsindustrie

Bei der Diskussion darüber, was die Bundeswehr oder die deutsche Rüstungsindustrie noch zur Vorbereitung der ukrainischen Luftverteidigung auf die Winterperiode tun könnten, antwortete Laschet äußerst knapp: „Aus meiner Sicht gibt es keinen Spielraum.“ Der Politiker betonte, dass Berlin bereits alle vorhandenen Instrumente genutzt habe und keine Möglichkeit sehe, kurzfristig zusätzliche Ressourcen zu erschließen. „Wir haben alles bereitgestellt, was möglich war, um die Ukraine zu unterstützen“, resümierte er und schloss damit faktisch das Thema einer Ausweitung der Luftabwehrsystem-Lieferungen in naher Zukunft.

### Frage nach weitreichenden Waffen: Keine direkte Antwort

Laschet wurde gesondert zu den Perspektiven der Lieferung von weitreichenden Waffen an die Ukraine befragt, die Angriffe tief in russisches Territorium ermöglichen. Eine direkte Antwort darauf gab der Politiker nicht und verwies stattdessen auf die Position des US-Präsidenten Donald Trump. Laut Laschet habe Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nachdrücklich dazu aufgefordert, von Angriffen auf russische Ölraffinerien und Dieselanlagen abzusehen. Gleichzeitig räumte Laschet ein, dass die Entscheidung über die Zielauswahl ausschließlich bei der ukrainischen Seite liege: „Dazu können wir ihm keine Ratschläge geben.“

### Fokus auf Deeskalation und Erhalt der Washingtoner Unterstützung

Zur weiteren Dynamik äußerte sich Laschet: „Ich glaube, wir sollten auf Deeskalation setzen.“ Seiner Meinung nach könne eine Verschärfung der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten den Interessen der Ukraine schaden, weshalb es für Kiew entscheidend sei, die Unterstützung Washingtons aufrechtzuerhalten – in erster Linie den Zugang zum Satellitendienst Starlink sowie Geheimdienstinformationen. Der Politiker fügte hinzu, dass er seine Position zur notwendigen Zurückhaltung bei der Zielwahl bereits geäußert habe, betonte jedoch die Souveränität der Ukraine in dieser Frage.

### Kontext: Starlink-Beschränkungen und Berlins Position

Laschets Äußerungen fielen vor dem Hintergrund jüngster Einschränkungen beim Satellitendienst Starlink in der Ukraine. In den letzten Tagen sahen sich die ukrainischen Verteidigungskräfte damit konfrontiert, dass sie Drohnen mit Geschwindigkeiten von über 160 km/h nicht nutzen konnten. Die Satellitenkommunikation Starshield für das ukrainische Militär wird von Deutschland finanziert; der laufende Vertrag läuft bis April 2027. Kiew bat seinerseits darum, die Geschwindigkeitsbegrenzungen aufzuheben und die volle Funktionsfähigkeit des Systems wiederherzustellen. Der deutsche Außenpolitiker Johann Wadephul kritisierte die eingeführten Beschränkungen und forderte deren Aufhebung, wobei er betonte, dass Deutschland einen Teil der Starlink-Ausrüstung in der Ukraine bezahle und daher auf deren vollständiger Nutzung bestehe.

## Faktencheck und Quellen

- [Помощь Украине на грани возможностей: в Бундестаге сделали тревожное заявление по ПВО](https://www.rbc.ua/ukr/news/dopomoga-ukrayini-mezhi-mozhlivostey-bundestazi-1792323882.html) - Die Quelle enthält Zitate von Laschet, Kontext zu Starlink/Starshield und Wadephuls Aussage. Alle Fakten stimmen mit dem Text überein.

## Häufige Fragen

### Was genau sagte Armin Laschet zu den Luftverteidigungslieferungen an die Ukraine?

Laschet sagte, Deutschland habe bereits die maximale Hilfe geleistet und habe keine zusätzlichen Reserven. Sein Wortlaut: „Aus meiner Sicht gibt es keinen Spielraum.“

### Gab Laschet eine direkte Antwort auf die Frage nach weitreichenden Waffen?

Nein. Stattdessen verwies er auf die Haltung von US-Präsident Donald Trump, der Selenskyj dazu aufgefordert haben soll, keine russischen Ölraffinerien anzugreifen.

### Wie steht Laschet zur Deeskalation?

Laschet erklärte, man solle „auf Deeskalation setzen“ und warnte, dass eine Verschlechterung der US-Beziehungen der Ukraine schade. Er räumte jedoch ein, die Entscheidung über Angriffsziele liege bei der Ukraine.

### Was ist über die Starlink-Beschränkungen in der Ukraine bekannt?

Zuletzt konnten ukrainische Militärs Drohnen über 160 km/h nicht nutzen. Deutschland finanziert Starshield bis April 2027. Johann Wadephul forderte die Aufhebung der Beschränkungen.