Sie brauchen kein großes Grundstück, um die ganze Saison über duftende hausgemachte Kräuter zur Hand zu haben. Ein sonniges Fensterbrett oder ein Balkon, der richtige Behälter und ein lockerer Boden genügen, um sich ohne Ausflüge auf die Beete mit frischem Lauch zu versorgen. Laut Angaben der Fachzeitschrift Martha Stewart, auf die das Projekt Styler (RBC-Ukraine) verweist, ist der Anbau von Lauch im Behälter einer der zugänglichsten Wege, um in der Wohnung eine eigene Ernte zu erzielen.
Sortenwahl: nur kompakte und schnellwüchsige
Gartenexperten betonen: Für Behälter eignet sich ausschließlich kompakter, schnell reifender Lauch. Die übliche große Lagerzwiebel ist die schlechteste Wahl für Töpfe, da sie tiefen Boden benötigt und im Behälter finanziell unrentabel ist. Empfohlen wird, auf Schnittlauch bzw. Lauch zum Blattanschnitt zu setzen, insbesondere auf die Sorten „White Lisbon“ und „Red Baron“, sowie auf kleine Perlzwiebeln.
Behälter und Boden: Tiefe und Drainage entscheiden
Der Topf sollte mindestens 25–30 cm tief sein, damit sich das Wurzelsystem frei entwickeln kann. Für Schnittlauch eignen sich am besten breite runde Kübel oder lange Balkonkästen – je breiter, desto größer die Ernte. Löcher im Boden des Behälters sind absolut erforderlich: Sie verhindern Staunässe und das Fäulniswerden der Zwiebeln. Als Substrat wird ein leichter, im Handel erhältlicher Boden empfohlen, nicht aber schwere Gartenerde, die schnell zu einem Klumpen verfestigt.
Pflanzung und Pflege
Kleine Setz- oder Perlzwiebeln werden mit der spitzen Seite nach oben gesetzt, sodass die Spitze knapp über der Erde herausragt. Die Pflanze benötigt mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag. Der Boden wird gleichmäßig feucht, aber nicht nass gehalten: Gegossen wird, wenn die oberste Erdschicht von etwa 2–3 cm Dicke trocken geworden ist.
Methode „Schneiden und zurückkommen“ und Erntezeitpunkt
Der größte Vorteil des Behälterlauchs ist seine schnelle Regenerationsfähigkeit. Statt die Pflanze mit der Wurzel auszureißen, schneidet man die grünen Blätter mit einer Schere ab und lässt das Basisstück in der Erde; es treibt weiterhin neue Sprosse und versorgt einen die ganze Saison über mit Kräutern. Wenn die Perlzwiebel jedoch wegen der Zwiebel selbst gezogen wird, erntet man sie in dem Moment, in dem ihr grüner Teil zu welken und zur Erde zu neigen beginnt.