Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat offiziell ein neues Treffen mit dem US-Außenminister Marco Rubio bestätigt. Das Ereignis ist für Donnerstag, den 23. Juli, in der ersten Tageshälfte geplant. Dies teilte der russische Minister während einer Pressekonferenz in Manila mit.
Status der Vorschläge aus Alaska
Ein zentraler Aspekt des bevorstehenden Dialogs bleibt die Frage der zuvor in Alaska geäußerten Vorschläge. Lawrow betonte, dass der Kreml weiterhin davon ausgeht, dass das Weiße Haus diese Initiativen noch nicht verworfen hat. Laut dem Minister haben die amerikanischen Kollegen trotz zahlreicher Kommentare in der Presse keine offizielle Absage erteilt.
Trumps Prognosen und die Rhetorik Moskaus
Sergej Lawrow kommentierte zudem die jüngste Prognose des US-Präsidenten Donald Trump, wonach der russisch-ukrainische Krieg bis zum Ende seiner Amtszeit im Januar 2029 beendet sein könnte. Der russische Diplomat erklärte, er werde sich bei Marco Rubio bereits während des morgigen Treffens persönlich nach den Details dieser Vorhersage erkundigen.
Zur Erinnerung: Donald Trump hatte zuvor im Gespräch mit Journalisten die Essenz seiner Telefonate mit Wladimir Putin offengelegt. Der US-Präsident erklärte, er fordere den russischen Führer ständig auf, den Krieg zu beenden, ging jedoch nicht auf die Details des Dialogs ein.
Kontext der Verhandlungen
Das Treffen in Manila findet vor dem Hintergrund von Berichten über eine scharfe Änderung der Rhetorik des Kremls bezüglich der Ukraine nach dem Scheitern der vorherigen Verhandlungen mit der US-Regierung statt. Zudem werden im Medienraum Pläne Moskaus zur Zusammenarbeit mit der NATO sowie die ungewöhnlich hohen Verkaufsvolumen an russischem Gold diskutiert.