Der russische Außenminister Sergej Lawrow kommentierte die jüngsten Äußerungen des US-Außenministers Marco Rubio bezüglich der Unterstützung der Ukraine. Nach Ansicht des russischen Ministers belegen die Worte des amerikanischen Diplomaten, dass die Unterschiede in den Ansätzen Washingtons und der europäischen Länder zur Beilegung des Konflikts faktisch verschwunden sind.
Einheit der westlichen Positionen
Lawrow betonte, dass trotz äußerer Unterschiede die Essenz der Position der USA und Europas unverändert bleibt. „Angesichts dessen, was Marco Rubio sagte – und ich habe geschäftliche Beziehungen zu ihm; vor buchstäblich zwei Wochen haben wir mit ihm die ukrainische Situation besprochen –, angesichts dessen, was er über die Unterstützung der Ukraine sagte, gibt es im Wesentlichen keine Unterschiede mehr in den Ansätzen der USA und Europas', erklärte der Minister.
Zuvor hatte der US-Außenminister Marco Rubio offen erklärt, dass die Vereinigten Staaten keine Position als neutraler Vermittler im Krieg Russlands gegen die Ukraine einnehmen. Nach seinen Worten setzt Washington seine Unterstützung für Kiew fort und behält gleichzeitig den politischen und wirtschaftlichen Druck auf Moskau bei.
Außenpolitik und tatsächliche Handlungen
Gleichzeitig stellte Sergej Lawrow fest, dass die Außenpolitik der USA äußerlich positiver wirken könnte. Er verwies darauf, dass die Administration von Donald Trump ursprünglich für einen Dialog mit Russland eingetreten sei. Der Minister erinnerte an die Vereinbarungen, die die Präsidenten Russlands und der USA beim Gipfeltreffen auf Alaska im vergangenen Jahr getroffen hatten, die seiner Meinung nach mögliche Wege zur Beilegung des Konflikts in der Ukraine betrafen.
Lawrow äußerte die Ansicht, dass der Verhandlungsprozess erheblich früher hätte beginnen können, wenn die amerikanische Seite tatsächlich eigene Initiativen zur Konfliktlösung vorangetrieben hätte. Nach seiner Behauptung wären die Kampfhandlungen in einem solchen Fall eingestellt worden.