In der besetzten Krim verschärft sich die Versorgungslage. Vor dem Hintergrund einer bereits ausgebrochenen Panik wegen Benzinmangels stehen die Bewohner der Halbinsel nun vor einem neuen Problem – einem akuten Mangel an Lebensmitteln. Wie lokale Bewohner in sozialen Medien berichten, leeren sich die Regale der Geschäfte rasant.
Künstlicher Mangel und Güter des täglichen Bedarfs
Laut Informationen, die RBC-Ukraine unter Berufung auf den Telegram-Kanal NEXTA Live und andere Publikationen zitiert, hat sich in der Handelskette ein künstlicher Mangel eingestellt, der von panischen Stimmungen ausgelöst wurde. Als erste waren Güter des täglichen Bedarfs betroffen. Zu den knapp gewordenen Produkten zählen:
- Zucker;
- Reis und Buchweizen;
- Salz und Mehl;
- Öl und Nudeln.
Videos, die in sozialen Medien auftauchen, bestätigen die Aussagen der Bewohner: In den Geschäften ist tatsächlich ein deutlicher Mangel an beliebten Produkten zu beobachten, und einige Artikel sind ganz verschwunden.
Kaufbeschränkungen und Logistikprobleme
Die Situation hat sich so zugespitzt, dass in einigen Verkaufsstellen Kaufbeschränkungen eingeführt wurden. Nun darf pro Person nicht mehr als drei Einheiten eines Artikels gekauft werden. Ursache für diese Maßnahmen sind sowohl die Panik der Käufer als auch reale Probleme in der Logistik.
Bereits am Vortag gab es in den Medien Informationen darüber, dass die Folgen der ukrainischen Angriffe auf Logistikzentren und Ölbasen die Einzelhandelsbranche auf der Krim direkt beeinträchtigen. Damals wurden Beschränkungen in Sewastopol erwähnt, doch nun betrifft das Problem ein breiteres Spektrum an Waren und eine größere geografische Fläche der Halbinsel.
Kraftstoffkrise und Zuteilungssystem
Das Problem mit den Lebensmitteln kommt zu der bereits bestehenden Kraftstoffkrise hinzu. Auf dem Gebiet der Krim wurden strenge Limits für den Benzinverkauf eingeführt. Die russischen Besatzer beschränkten zunächst den Verkauf von Kraftstoff der Marke AI-95 und später auch von AI-92.
Bei den sogenannten „Behörden“ hat nur noch die Versorgung des öffentlichen und sozialen Nahverkehrs Priorität. Normale Bürger sind gezwungen, Benzin mit Coupons zu kaufen, was die allgemeine Anspannung und Panik unter der Bevölkerung nur weiter verstärkt.