Vor dem Hintergrund der anhaltenden Evakuierung von Bewohnern aus dem besetzten Oleschky hat der Menschenrechtsbeauftragte der Werchowna Rada, Dmytro Lubinez, den Verlauf der Operation kommentiert und auf aufkommende Ängste bezüglich der sogenannten Filterung reagiert. Seinen Angaben zufolge, die er in der Sendung TSN äußerte, wurden weder Handykontrollen noch Personenselektionen durchgeführt, und die Bewohner entschieden selbst, wohin sie fahren wollten. Die Erklärung erfolgte am Tag nach der Ankunft der ukrainischen Delegation in der Stadt und dem Beginn der Evakuierung der Bevölkerung.
Ohne Filterung und Kontrollen
Lubinez wies darauf hin, dass einige Bewohner von Oleschky befürchteten, bei einer Ausreise in die Ukraine einer russischen Filterung ausgesetzt zu sein. Seinen Angaben zufolge gab es jedoch keine derartigen Kontrollen. Die Menschen entschieden selbst, wohin sie ziehen wollten, und diese Wahl bestimmte ihren weiteren Evakuierungsweg, völlig ohne Zwang oder Selektion entlang der Route.
Wie der Konvoi organisiert war
Am 30. Oktober traf die Delegation der Ukraine in Oleschky ein, woraufhin in der Stadt die Evakuierung und die Verteilung humanitärer Hilfe begannen. Der Evakuierungskonvoi umfasste 25 Busse, 50 medizinische Mitarbeiter und Krankenwagen. Der humanitäre Konvoi evakuierte über 750 Bewohner von Oleschky und sorgte dabei für medizinische Begleitung auf der gesamten Strecke.
Wohin die Bewohner reisten
Die Mehrheit der Evakuierten reiste in die Ukraine, während ein Teil der Bewohner es vorzog, nach Russland zu fahren. Unterwegs schlossen sich der Kolonne Bewohner umliegender Dörfer an, die selbstständig um Hilfe baten. Noch am selben Tag begab sich die ukrainische Delegation zusammen mit den evakuierten Bewohnern von Oleschky in das russische Anapa.
Ruhemodus und Datenabgleich
Wie im Kontext der Operation angemerkt wird, wird der Waffenruhemodus im Raum Oleschky ohne Verletzungen eingehalten. Gleichzeitig wurde die genaue Zahl der geretteten Menschen zum Zeitpunkt der Erklärung nicht genannt: Details werden nach der Datenüberprüfung zugesagt, was darauf hinweist, dass die endgültige Evakuierungsstatistik noch erstellt wird.