Spaatabends am 1. November 2026 funktionierte die staatliche ukrainische Luftalarm-App (auch bekannt als „Trevoha!“) nicht mehr. Nach Angaben des Ministeriums fur digitale Transformation wurde der Ausfall durch einen Cyberangriff auf die Infrastruktur des Dienstes verursacht. Die Behoerde veroeffentlichte umgehend Erklaerungen dazu, wie Buerger auch bei Unverfuegbarkeit der mobilen App weiterhin Informationen ueber Luftbedrohungen in ihrer Stadt erhalten koennen. Dies berichtete RBC-Ukraine unter Berufung auf den offiziellen Telegram-Kanal des Ministeriums.
Was mit der App passiert ist
Das Ministerium fur digitale Transformation bestaetigte, dass die Luftalarm-App infolge eines Cyberangriffs voruebergehend ausser Betrieb ist. Gleichzeitig betonte die Behoerde, dass das Fehlen des Zugangs zu einem Benachrichtigungskanal nicht bedeutet, dass die Moeglichkeit verloren geht, von einer herannahenden Gefahr zu erfahren: Das staatliche Notfallwarnsystem, Sirenen und offizielle Kanaele des Militaers arbeiten weiterhin im Normalbetrieb. Somit haben die Buerger mehrere unabhaengige Moeglichkeiten, ein Luftalarmsignal zu erhalten.
Notfallbenachrichtigungen auf dem Smartphone
Die erste und nach Einschaetzung des Ministeriums zugaenglichste Methode besteht darin, staatliche Notfallbenachrichtigungen auf dem Smartphone zu aktivieren. Diese Nachrichten treffen selbst im Lautlosmodus und bei eingeschaltetem „Nicht stoeren“-Modus ein, was den rechtzeitigen Empfang des Signals garantiert. Fuer iOS-Geraete lautet das Vorgehen wie folgt: „Einstellungen“ oeffnen, zum Bereich „Mitteilungen“ wechseln, nach unten scrollen und die Schalter unter „Notfallmeldungen“ aktivieren. Fuer Android: „Einstellungen“ aufrufen, den Bereich „Passwoerter und Sicherheit“ oder „Sicherheit und Notfaelle“ finden, dann „Notfallmeldungen“ oeffnen und einschalten; auf einigen Geraeten befindet sich dieser Punkt im Bereich „Standort“ und kann als „Luftalarmmeldungen in der Ukraine“ bezeichnet werden. Die Namen der Menuepunkte koennen je nach Geraetemodell und Firmware-Version variieren.
Sirenen und offizielle Kanaele der Luftstreigkraefte
Der zweite Kanal sind Tonsignale. Das Ministerium erinnerte daran, dass Sirenen und andere Warnsysteme ordnungsgemaess funktionieren: Beim Hoeren eines Luftalarmsignals oder nach Erhalt einer offiziellen Meldung darueber muss man sich unzuegig zum naechsten Schutzraum begeben und dort bis zur offiziellen Entwarnung bleiben. Die dritte Quelle verifizierter Informationen ueber Luftbedrohungen und die Bewegung feindlicher Ziele sind die offiziellen Telegram-, WhatsApp- und Viber-Kanaele der Luftstreigkraefte der Streitkraefte der Ukraine. Die Behoerde fordert die Buerger auf, sich genau an diese geprueften Quellen zu halten und nicht an unueberpruefte Meldungen in sozialen Netzwerken.
Fuer Bewohner von Kiew
Speziell fuer die Einwohner der Hauptstadt wies das Ministerium auf die App „Kiew Digital“ hin, die weiterhin im Normalbetrieb arbeitet und ueber die Luftalarmbenachrichtigungen in Kiew empfangen werden koennen. Somit bleibt den Hauptstadtbewohnern selbst bei Unverfuegbarkeit der Haupt-Luftalarm-App ein zusaetzlicher lokaler Benachrichtigungskanal erhalten. Die Gesamtheit aus Notfallbenachrichtigungen, Sirenen, Kanaelen der Luftstreigkraefte und Staedte-Apps gewaehrleistet gemaess den Zusicherungen der Behoerde die Kontinuitet der Information der Bevoelkerung ueber Luftbedrohungen waehrend des Ausfalls.