Am 17. Juli wurde die Stadt Isjum in der Oblast Charkiw erneut Ziel russischer Angriffe. Tagsüber waren Explosionen über dem Wohngebiet zu hören, als russische Flugzeuge Luftbomben auf die Stadt abwarfen. Durch die Treffer wurden Zivilisten verletzt, darunter auch Kinder.

Schwere Verletzungen bei Minderjährigen

Der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Charkiw, Oleh Syniehubow, bestätigte die Informationen über die Verletzten auf Facebook. Laut ihm wurden zwei Kinder durch den Einsatz von russischen Freifallbomben (KAB) verletzt.

Die Lage der Verletzten entwickelt sich schnell. Ein 8-jähriger Junge erlitt schwere Sprengverletzungen. Ein 16-jähriges Mädchen wurde mit einer Glasscherbenverletzung ins Krankenhaus eingeliefert; die Glasscherben waren bei der Explosion herumgeschleudert worden. Allen Verletzten wird dringend medizinische Hilfe geleistet.

Psychische Traumata und neue Opfer

Etwas später, um 17:43 Uhr, aktualisierte Syniehubow die Zahlen der Opfer. Auf der Liste der Verletzten befand sich ein weiteres Kind – ein 13-jähriges Mädchen. Sie erlitt keine körperlichen Verletzungen, litt jedoch unter einer akuten Stressreaktion auf das Geschehen. Die Ärzte leisteten ihr die notwendige Hilfe.

Die Geschichte der Tragödien in Isjum

Angriffe auf Isjum sind keine Einzelfälle. Die Stadt wird regelmäßig beschossen, was zum Tod von Zivilisten führt. Ende des letzten Dezembers starben bei einem Beschuss ein 47-jähriger Mann und seine 42-jährige Frau, die bei der Polizei arbeitete.

Tragische Ereignisse wiederholten sich auch zuvor. Im Dezember 2025 mussten Rettungskräfte die Leichen von zwei Personen aus einem durch russische Luftbomben zerstörten Einfamilienhaus bergen. In derselben Zeit, am 5. Dezember, traf ein russischer Kampfdrohne einen Lastwagen, was zum Tod zweier Männer im Alter von 52 und 67 Jahren führte.