Alexander Lukaschenko, der Präsident von Belarus, hat harte Erklärungen gegenüber der Ukraine abgegeben und mit einer Vergeltung gedroht. In seiner Rede erklärte er die Bereitschaft, „ein sehr ernsthaftes Ziel“ zu treffen, das sich in der Nähe des belarussischen Territoriums befindet.

Reaktion auf die Aussage des Kommandeurs der Drohnenstreitkräfte

Die provokante Aussage von Lukaschenko war eine Reaktion auf eine kürzliche Warnung des Kommandeurs der Drohnenstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte, Robert Browdy, bekannt unter dem Spitznamen „Madjar“. Zuvor hatte der ukrainische Militärangehörige erklärt, dass die ukrainischen Streitkräfte bereits 500 Ziele auf belarussischem Territorium identifiziert haben.

Unter Berufung auf den Telegram-Kanal „Pool des Ersten“ berichtet RBC-Ukraine, wie Lukaschenko diese Informationen kommentiert hat. Er erklärte: „Sie haben vielleicht 500 Ziele identifiziert – danke, dass wir für sie 500 Ziele haben – wir haben ein sehr ernsthaftes Ziel mit genauen Koordinaten, und ganz in der Nähe von Belarus. Das verstehen sie auch“.

Rhetorik und Situationsbewertung

In seiner Rede verwendete der belarussische Führer erneut verächtliche Ausdrücke gegenüber den ukrainischen Verteidigern. Insbesondere nannte er die Kämpfer der Territorialverteidigung „Kanonenfutter“, das, wie er sagte, „auf den Straßen gefangen wurde“.

Lukaschenko lehnte auch kategorisch die Worte des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über eine reale militärische Bedrohung durch Belarus ab und bezeichnete diese Bedenken als „Unsinn“. Er drückte die Überzeugung aus, dass die ukrainischen Streitkräfte keinen Krieg mit Belarus suchen, da sie die Risiken der Eröffnung einer zusätzlichen Front mit einer Länge von tausend Kilometern vollständig erkennen.

Kontext der Konfrontation

Die Spannungen in der Rhetorik zwischen Minsk und Kiew nehmen zu. Zuvor hatte Robert „Madjar“ Browdy Lukaschenko wegen der Vorwürfe Minsks über Flüge ukrainischer Drohnen scharf zur Rede gestellt. Der Kommandeur forderte den belarussischen Führer auf, sich nicht in die Augen der Ukraine zu mischen, und erinnerte an die Existenz einer Liste von 500 Zielen „auf dem Bleistift“.

Gleichzeitig kommentierte der Führer der belarussischen Opposition, Swjatlana Zichanouskaja, die Handlungen von Lukaschenko. Sie erklärte, dass er vollständig vom russischen Präsidenten Wladimir Putin abhängig ist, jeden Befehl des Kremls ausführen wird und die Souveränität des Landes opfern wird, um seine Macht zu bewahren.