In Kiew wurde der Betrieb der U-Bahn-Station «Lukjanivska» vorübergehend eingestellt. Grund für die Schließung ist die Beschädigung des oberirdischen Vorhofs durch eine Druckwelle. Derzeit fahren die Züge der «grünen» Linie an dieser Station ohne Halt durch.
Beseitigung der Folgen und aktuelle Lage
Mitarbeiter des Kiwer U-Bahn-Systems haben bereits mit der Beseitigung der Folgen des Vorfalls begonnen. Die Hauptaufgabe besteht derzeit in der Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der Rolltreppen und der Fahrgastautomatik, die für eine sichere Bedienung der Fahrgäste notwendig sind. Über den Zeitpunkt der Wiederaufnahme des regulären Betriebs der Station wird gesondert informiert.
Geschichte der Angriffe auf den Bezirk
Die Ereignisse in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli waren die Fortsetzung einer Serie von Angriffen auf diesen Bezirk. «Lukjanivka» war bereits mehrfach Ziel von Angriffen. So wurde Kiew in der Nacht vom 23. auf den 24. Mai massiv angegriffen, wobei der Bezirk Lukjanivka am stärksten litt. Damals brannten das Einkaufszentrum «Kwadrat» und der Lukjanivka-Markt vollständig aus, zudem wurden ein Wohnhaus und der Vorhof der U-Bahn-Station beschädigt.
Nach den Ereignissen im Mai initiierten die Kiwer die Erstellung einer Petition mit der Forderung nach Wiederaufbau des Marktes. Die Kiwer Stadtstaatliche Verwaltung (KGGA) lehnte jedoch eine Beteiligung an der Finanzierung des Wiederaufbaus ab und begründete dies damit, dass es sich um ein Objekt im Privatbesitz handelt.
Auswirkungen auf den Immobilienmarkt
Die Folgen der häufigen Angriffe haben sich auch auf die wirtschaftliche Lage im Bezirk ausgewirkt. Der Immobilienmarkt in Lukjanivka hat schwer gelitten: Im vergangenen Jahr sanken die Immobilienpreise in diesem Bezirk im Vergleich zu anderen Teilen des Schewtschenko-Bezirks um 22 % in Dollar-Äquivalenten.