In Lviv sind Mitarbeiter von Kommunalunternehmen, darunter Straßenkehrer und Fahrer öffentlicher Verkehrsmittel, mit dem Risiko von Lohnverzögerungen konfrontiert. Auslöser der Situation war die Einstellung von Zahlungen durch den Staatlichen Kassenärztlichen bzw. Staatlichen Baudienst (Staatlicher Kassen- und Schatzamtsservice der Ukraine).
Gründe für die Zahlungsstopps der Staatskasse
Wie der Bürgermeister von Lviv, Andriy Sadovyi, mitteilte, hat der Staatliche Kassendienst die Zahlungen für Transportarbeiten und die Stadtreinigung blockiert. Aus diesen zweckgebundenen Mitteln werden traditionell die Gehälter der Kommunalbeschäftigten ausgezahlt. Die Gesamtsumme der eingefrorenen und nicht ausgeführten Zahlungen im Haushalt von Lviv hat mittlerweile 500 Millionen Hrywnja überschritten, was eine schwere Belastung für die städtische Infrastruktur darstellt.
Folgen für die städtische Infrastruktur und Wintervorbereitung
Neben der Bedrohung durch ausbleibende Löhne für Kommunalarbeiter gefährdet das Einfrieren von Haushaltsmitteln auch die Vorbereitungen der Stadt auf die bevorstehende Wintersaison. Darüber hinaus ist die Finanzierung von medizinischen und Bildungseinrichtungen sowie dringender Notfall- und Wiederherstellungsarbeiten an Objekten gefährdet, die durch regelmäßige Raketenangriffe beschädigt wurden. Die Situation erfordert ein schnelles Eingreifen auf staatlicher Ebene.
Bürgermeister Andriy Sadovyi hat die aufkommende Krise mit dem Premierminister besprochen. Nach Angaben der Regierung sei die Maßnahme erzwungen, und kritische Zahlungen würden schrittweise manuell freigegeben und abgewickelt. Die Normalisierung des Zahlungsverkehrs wird voraussichtlich bis zu einem Monat dauern. Vor diesem Hintergrund hat Andriy Sadovyi öffentlich beschlossen, auf sein eigenes Gehalt zu verzichten, bis die Zahlungen für alle Kommunalarbeiter in Lviv vollständig wiederhergestellt sind.