Die Bewohner von Lwiw stehen vor einer erheblichen Änderung bei der Bezahlung ihrer Nebenkosten. Ab dem 1. August 2026 wird in der Stadt ein neuer Tarif für die zentrale Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Kraft treten. Der Preis für einen Kubikmeter Wasser wird sich verdoppeln, was die bedeutendste Erhöhung in den letzten Jahren darstellen wird.

Neue wirtschaftliche Realität des Wasserwerks

Der Exekutivausschuss des Stadtrats von Lwiw hat die endgültigen Zahlen genehmigt. Die neue Gesamtkosten für die Dienstleistungen betragen 56,38 Hrywnia pro Kubikmeter. Zum Vergleich: Der seit 2022 gültige Tarif betrug 25,88 Hrywnia. Diese Entscheidung wurde nicht ohne Grund getroffen: Der vorläufige Tarif wurde seit mehr als vier Jahren nicht überarbeitet.

In diesem Zeitraum sind die Stromkosten des Unternehmens fast um das 1,7-Fache gestiegen. Darüber hinaus haben sich Kraftstoff, chemische Reagenzien und die Bezahlung der Mitarbeiter erheblich verteuert. Das „Lwiw-Wasserwerk“ betont, dass selbst der neue Preis nur die aktuellen Betriebskosten decken wird. Mittel für die Modernisierung oder den Ausbau der Infrastruktur sind im Tarif nicht enthalten.

Technische Schwierigkeiten und die Meinung der Behörden

Der Bürgermeister von Lwiw, Andrij Sawdryj, gab zu, dass der neue Tarif nicht vollständig wirtschaftlich gerechtfertigt ist. Nach seinen Worten ist dies eine minimal notwendige Maßnahme, um den stabilen Betrieb des Unternehmens zu gewährleisten. Der Direktor des „Lwiw-Wasserwerks“, Dmytro Wankowytsch, fügte hinzu, dass Lwiw über eines der komplexesten Wasserversorgungssysteme der Ukraine verfügt. Das Wasser muss über hunderte Kilometer durch Fernleitungen transportiert werden, was enorme Energiekosten erfordert.

Experten des Unternehmens hatten zuvor festgestellt, dass ein wirtschaftlich gerechtfertigter Tarif für eine vollständige Modernisierung der Infrastruktur und einen stabilen Betrieb etwa 100 Hrywnia pro Kubikmeter betragen müsste. Die aktuelle Erhöhung ist lediglich ein Versuch, das System vor einem Zusammenbruch zu bewahren, löst aber nicht alle Probleme.

Wie man Hilfe erhält: Wohnbeihilfen

Angesichts der Verteuerung der Nebenkosten erinnerte der Stadtrat die Bewohner an die Möglichkeit, eine Wohnbeihilfe zu beantragen. Anspruch auf staatliche Hilfe haben Bürger mit geringem Einkommen, die die vollen Kosten für die Dienstleistungen nicht selbst tragen können. Dies betrifft häufiger Rentner, Menschen mit Behinderungen, Familien mit vielen Kindern und einkommensschwache Familien.

Das Verfahren zur Beantragung von Hilfe wurde für diejenigen vereinfacht, die bereits registriert sind. Die Pensionskasse erklärte, dass die Höhe der Beihilfe für Empfänger automatisch nach Inkrafttreten des neuen Tarifs neu berechnet wird. Eine zusätzliche Kontaktaufnahme mit den Behörden ist nicht erforderlich.

Bürger, die noch keine Hilfe erhalten, müssen einen Antrag stellen. Dies kann auf verschiedene Arten geschehen:

  • Persönlich im Servicezentrum der Pensionskasse;
  • In den Zentren für die Erbringung von Verwaltungsdienstleistungen (ZNAU);
  • Bei den Organen der lokalen Selbstverwaltung oder territorialen Gemeinden;
  • Über das Webportal der Pensionskasse;
  • In der mobilen App „Diia“;
  • Per Post.