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title: "Macron in Damaskus: Frankreich gibt Artefakte zurück und öffnet die Türen für Geschäfte"
description: "Macron unternahm einen historischen Besuch in Damaskus und wurde zum ersten französischen Präsidenten in Syrien seit 2009. Die Führer diskutierten Investitionen von TotalEnergies, Sicherheit und die Rückgabe von 23 antiken Artefakten. 🇫🇷🤝🇸🇾"
date: 2026-07-07T00:16:00.000Z
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# Macron in Damaskus: Frankreich gibt Artefakte zurück und öffnet die Türen für Geschäfte

![Französischer Präsident Emmanuel Macron im Anzug, diskutiert die Rückgabe von Artefakten und Geschäftsmöglichkeiten in Damaskus](https://xab.info/media/2026/07/07/makron-v-damaskе-francija-vernjaet-artefakty-i-otkryvaet-dveri-dlja-biznesa/makron-v-damaskе-francija-vernjaet-artefakty-i-otkryvaet-dveri-dlja-biznesa-1.webp)

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat einen Besuch in Damaskus unternommen und ist damit der erste französische Staatsführer, der seit 15 Jahren Syrien besucht hat. Ziel der Reise war ein Treffen mit dem neuen syrischen Präsidenten Ahmed asch-Scharaa. Die Führer beider Länder diskutierten über wichtige Sicherheitsfragen, die Aussichten für Investitionen französischer Unternehmen und das symbolisch wichtige Thema der Rückgabe von Kulturgütern.

### Die Rückkehr Frankreichs in die syrische Agenda

Emmanuel Macron hat das Ziel seines Besuchs klar definiert: die Verbundenheit Frankreichs mit dem syrischen Volk zum Ausdruck zu bringen und die Entwicklung eines souveränen, friedlichen Staates zu unterstützen. „Ich bin gekommen, um die Verbundenheit Frankreichs mit dem syrischen Volk zum Ausdruck zu bringen. Für ein souveränes Syrien, einzigartig in seiner Vielfalt und friedlich mit seinen Nachbarn', erklärte der französische Führer.

Dieser Besuch war ein bedeutendes diplomatisches Ereignis, da Damaskus bereits früher in diesem Jahr die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen hatte. Die syrische Seite wertet die Ankunft Macrons als einen entscheidenden Schritt zur Wiederherstellung des internationalen Ansehens des Landes.

### Neuer Kurs und Aufhebung der Sanktionen

Der neue syrische Präsident Ahmed asch-Scharaa baut aktiv Verbindungen zu westlichen Partnern auf. Zuvor leitete er die Gruppierung „Front an-Nusra' und unterlag strengen Sanktionen. Macron war jedoch einer der Politiker, die die Aufhebung der Beschränkungen forderten, um den Weg für eine neue Phase der Entwicklung des Landes zu ebnen.

Der Besuch Macrons markiert das Ende einer langen Pause in den französisch-syrischen Beziehungen. Französische Präsidenten hatten Syrien seit 2009 nicht mehr besucht, als das Land noch von Baschar al-Assad regiert wurde. Nach der gewaltsamen Unterdrückung der Proteste verfiel Syrien in einen zehnjährigen Bürgerkrieg, der den diplomatischen Dialog unterbrach. Jetzt versucht Paris, Beziehungen zur neuen Führung aufzubauen.

### Geschäftsmission: Öl und Logistik

Macron reiste nicht allein nach Damaskus, sondern war von einflussreichen Vertretern der französischen Wirtschaft begleitet. Zur Delegation gehörten Patrick Pouyanné, der Leiter des Ölkonzerns TotalEnergies, und Rodolphe Saadé, der Chef der Logistikfirma CMA CGM.

Die französische Wirtschaft untersucht vorsichtig die Möglichkeiten für Investitionen in den Wiederaufbau der syrischen Wirtschaft. Die Diskussion über die Zukunft von TotalEnergies war eines der zentralen Themen der Verhandlungen, neben Sicherheitsfragen.

### Symbolische Geste: Die Rückgabe der Geschichte

Frankreich hat für den Besuch ein symbolisches Geschenk vorbereitet. Macron wird Syrien 23 wertvolle archäologische Artefakte zurückgeben. Dazu gehören Gegenstände aus der römischen, byzantinischen und palmyrenischen Zivilisation.

Diese Schätze waren bereits 2010 für eine Ausstellung in Paris ausgeliehen worden. Aufgrund des beginnenden Krieges konnten sie bisher nicht zurückgegeben werden. Die Rückgabe der Artefakte unterstreicht den Wunsch Frankreichs, die kulturellen und historischen Bindungen zu Syrien wiederherzustellen.

### Pläne für die Zukunft

Es wird erwartet, dass Präsident Syriens Ahmed asch-Scharaa nach dem Besuch Macrons nach Ankara zum NATO-Gipfel reisen wird. Dort soll er den US-Präsidenten Donald Trump treffen. Syrien hat sich bereits der internationalen Koalition gegen den IS angeschlossen, was die Türen für eine breitere Zusammenarbeit mit westlichen Ländern öffnet.