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title: "Macron, Sunak und Scholz bereiten sich auf ein Treffen mit Selenskyj vor: Europa übernimmt die Initiative für den Frieden"
description: "Macron bestätigte das bevorstehende Treffen der Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Großbritannien und Deutschland mit Selenskyj in London. Europa übernimmt die Initiative für Friedensverhandlungen, da sich die Aufmerksamkeit der USA auf den Nahen Osten verlagert hat. Innerhalb der EU gibt es Streitigkeiten: Kaja Kallas bezeichnete die Idee direkter Kontakte mit Putin als „Falle“."
date: 2026-06-05T14:08:00.000Z
lang: de
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# Macron, Sunak und Scholz bereiten sich auf ein Treffen mit Selenskyj vor: Europa übernimmt die Initiative für den Frieden

![Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj in schwarzem Hemd mit Tryzub-Emblem vor ukrainischer Flagge, bereitet sich auf Treffen mit europäischen Führern zum Friedensplan vor](https://xab.info/media/2026/06/05/makron-sunak-i-sholts-gotovatsya-k-vstreche-s-zelenskim-evropa-berez-initsiativu/makron-sunak-i-sholts-gotovatsya-k-vstreche-s-zelenskim-evropa-berez-initsiativu-1.webp)

In den kommenden Tagen werden die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Großbritannien und Deutschland ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj abhalten. Dies gab der französische Präsident Emmanuel Macron bekannt und bestätigte damit die Intensivierung der diplomatischen Bemühungen der westlichen Partner.

### Dringendes Treffen in London

Laut Bloomberg könnten die Verhandlungen bereits am Sonntagabend auf dem Territorium Großbritanniens stattfinden. Obwohl der Zeitplan des ukrainischen Staatschefs noch nicht endgültig bestätigt ist, zeugt die Tatsache der Vorbereitung des Treffens bereits von einer Kursänderung in der Diplomatie. Die Führer der „Dreiergruppe“ bereiten sich darauf vor, Wege zur Beendigung des Krieges zu erörtern und übernehmen dabei die Rolle der Vermittler.

### Warum liegt die Initiative bei Europa?

Die Intensivierung der Kontakte erfolgte vor dem Hintergrund mehrerer Schlüsselfaktoren. Zum einen hat Wolodymyr Selenskyj einen offenen Brief an Wladimir Putin gerichtet, in dem er den Wiederaufnahme der Verhandlungen vorschlug. Zum anderen haben erfolgreiche ukrainische Drohnenoperationen gegen Ziele innerhalb Russlands Voraussetzungen geschaffen, um Moskau zu einem Dialog zu bewegen.

Haupttreiber ist jedoch die Verschiebung der Prioritäten in Washington. Die Aufmerksamkeit des US-Präsidenten Donald Trump hat sich auf die Ereignisse rund um den Iran und die Situation im Ormus-Straße verlagert. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš erklärte in einem Interview mit Bloomberg News direkt: „In der EU muss jemand die Initiative ergreifen, und Herr Trump hat dafür keine Zeit“.

### Uneinigkeit innerhalb der Europäischen Union

Trotz der Bereitschaft der Führer der „großen Drei“ zu Verhandlungen gibt es innerhalb der Europäischen Union keine einheitliche Position. Die baltischen Staaten mahnen ihre Partner zur Vorsicht, da sie vor vorzeitigen Zugeständnissen warnen. Besonders heftige Debatten löste die Idee der Ernennung eines Sonderbeauftragten der EU für Kontakte mit Wladimir Putin aus.

Die Initiative der Unterstützung durch einige Staaten stieß auf scharfe Kritik. Die Chefin der europäischen Diplomatie, Kaja Kallas, bezeichnete ein solches Schema als eine „Falle“, in die Russland den Westen locken möchte. Ihrer Meinung nach diktiert Moskau bereits jetzt die Bedingungen und wählt aus, mit wem es sprechen möchte und mit wem nicht.

### Reaktion Moskaus

Vor dem Hintergrund der europäischen Initiativen zeigt sich der Kreml zurückhaltend. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, teilte mit, dass ein Besuch der Sonderbeauftragten des US-Präsidenten, Steve Witkoff und Jared Kushner, in Moskau in naher Zukunft nicht geplant ist. Entsprechende Reisen sind im aktuellen Zeitplan des russischen Staatschefs nicht verzeichnet.