Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte am Montag, dem 21. September 2026, dass er mit dem US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump ein „sehr gutes“ und „sehr konstruktives“ Gespräch über Fragen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine geführt habe. Im Zentrum des Gesprächs stand laut dem französischen Präsidenten die Initiative, zwischen Kiew und Moskau ein Moratorium für Angriffe auf den Energiesektor zu vereinbaren. Macron betonte, dass er das Thema der Einstellung von Angriffen auf die Energieinfrastruktur zusätzlich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj besprechen wolle.

Priorität – Abfangjäger und Verteidigung

Bei seinen Äußerungen vor Journalisten ging Macron nicht auf alle Details der Gespräche ein, wies jedoch auf einen entscheidenden Aspekt hin, der seiner Meinung nach „die Schlüsselfrage aus Verteidigungssicht“ bleibe. Es gehe um die Notwendigkeit, den ukrainischen Streitkräften schneller und entschlossener bei der Lieferung von Luftabwehrsystemen und Abfangjägern zu helfen. Der französische Präsident betonte, dass sich beide Seiten darin einig seien, dass die Stärkung der Luftverteidigung Kiews vor dem Hintergrund der anhaltenden Angriffe eine oberste Priorität darstelle.

Energetische Deeskalation als Bedingung

Neben den Verteidigungsthemen bestätigte Macron, dass im Gespräch mit Trump die Idee einer Einstellung gegenseitiger Angriffe auf Energieanlagen zur Sprache gekommen sei. Er hob hervor, dass die Unterstützung des ukrainischen Energiesystems für Frankreich eine Priorität bleibe, da der Krieg weiterhin Auswirkungen auf die Sicherheit in ganz Europa habe. Der französische Präsident äußerte zudem die Hoffnung auf Fortschritte im Rahmen der jährlichen Begegnung der Staats- und Regierungschefs im Rahmen der Generalversammlung der Vereinten Nationen, die im September stattfindet.

Kontext: Telefonat zwischen Selenskyj und Trump

Bevor Macron seine Erklärung abgab, hatten der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump am 20. September ein Telefonat geführt. Laut Angaben von Quellen der Zeitung Axios hatte Trump Selenskyj während des Gesprächs aufgefordert, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen, und verwies dabei auf den Anstieg der Dieselpreise. Am 21. September nannte Selenskyj die Bedingung für die Einstellung der Angriffe auf Raffinerien: Die Ukraine sei bereit, dies im Gegenzug für konkrete Schritte des Kremls zur Deeskalation zu tun. Zu den Objekten, die seiner Meinung nach nicht zum Ziel genommen werden sollten, zählte er die Energieversorgung, die kritische Infrastruktur und den Lebensmittelexport auf.

Anstehendes Treffen in den USA

Bestätigt wurde, dass Selenskyj und Trump ein persönliches Treffen auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten abhalten werden. Laut Angaben von RBC-Ukraine erwartet man in Kiew keine durchgreifenden Entscheidungen im Rahmen des anstehenden Gesprächs, doch werde der Schwerpunkt auf dem Thema der energetischen Deeskalation liegen. Damit wird die Initiative eines Moratoriums für Angriffe auf die Energieversorgung, die Macron bereits als Gesprächsthema mit Trump benannt hatte, zu einem der zentralen Elemente der diplomatischen Bemühungen in den kommenden Tagen.

Widersprüchliche Angaben

In den vorliegenden Quellen wurden keine wesentlichen Abweichungen in den Daten und Schlüssel Fakten festgestellt. Alle vier geprüften Quellen (rbc.ua, ua.news, gordonua.com, gazeta.ua) bestätigen einstimmig die Tatsache, dass Macron und Trump ein energieliches Moratorium besprochen haben. Der einzige Unterschied ist stilistischer Natur: Einige Medien verwenden den Begriff „Waffenstillstand“, andere „Moratorium“ oder „Einstellung der Angriffe“, im Sinne handelt es sich jedoch um denselben Mechanismus. Die konkreten Parameter und die rechtliche Form eines möglichen Abkommens wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von keiner der Seiten offengelegt.