Am Mittwoch, dem 16. September 2026, steht die Erde unter dem Einfluss erhöhter geomagnetischer Aktivität. Laut aktuellen Prognosen des US-amerikanischen Zentrums für Weltraumwettervorhersage (NOAA) sind im Tagesverlauf einzelne Phasen der Stufe G1 möglich – der niedrigsten Kategorie magnetischer Stürme auf der fünfstufigen Skala. In den kommenden Tagen kann die Aktivität ebenfalls erhöht bleiben, weshalb die Experten dazu raten, die Messwerte in Echtzeit zu verfolgen.
Was das Weltraumwetterzentrum NOAA mitteilt
Laut NOAA werden am 16. September unstete und aktive geomagnetische Bedingungen erwartet, in einzelnen Phasen ist das Erreichen der Stufe G1 möglich. Als Ursache wird das gleichzeitige Zusammenspiel zweier Faktoren genannt: schneller Sonnenwind aus einer koronalen Lochregion und eine Plasmaschicht, die mit einem kürzlichen koronalen Massenauswurf in Verbindung steht. Gerade das Überlagern dieser Ströme erzeugt die Störungen im Erdmagnetfeld.
Der Kp-Index: Warum es sich nicht um einen „starken Sturm“ handelt
Der Kp-Index dient der Bewertung von Störungen des Erdmagnetfelds. Auf der NOAA-Skala entspricht ein Kp-Wert von 5 der Stufe G1, Kp 6 der Stufe G2, Kp 7 der Stufe G3, während die höchste Stufe G5 erst bei Kp 9 beginnt. Daher ist es unzutreffend, die für den 16. September erwarteten Phänomene als „starken Magnetsturm“ zu bezeichnen: Es geht vor allem um erhöhte geomagnetische Aktivität und mögliche kurzzeitige Phasen eines schwachen Sturms.
Prognose für den 17. September und die Entwicklung der Werte
Laut Prognose für den Folgetag kann die geomagnetische Aktivität ebenfalls erhöht bleiben: Die Experten erwarten, dass am 17. September die Aktivität örtlich die Sturmschwelle G1 erreichen könnte, da ein koronaler Massenauswurf die Erde erreichen könnte. Dabei können sich die Weltraumwetterprognosen ändern, sobald das Sonnenmaterial die Erde tatsächlich erreicht hat, weshalb die Kp-Werte und die Sturmkategorie in Echtzeit aktualisiert werden.
Widersprüchliche Angaben
Bei der Bewertung der Schwere des Ereignisses gehen die Einschätzungen der Quellen auseinander. Einige Medien, die sich auf Beobachtungen von Wissenschaftlern des IKI der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAN) berufen, betonen das „beunruhigende Verhalten des Sterns“ und zeichnen alarmierende Szenarien, was beim Leser den Eindruck eines herannahenden starken geomagnetischen Sturms erwecken kann. Gleichzeitig bestätigen die auf NOAA-Daten basierenden Prognosen lediglich die Stufe G1 – die niedrigste auf der fünfstufigen Skala – und weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich nicht um einen „starken“ Sturm handelt. Damit wird die tatsächliche Störungsstufe (G1) bestätigt, während der Grad der „Beunruhigung“ unterschiedlich interpretiert wird.
Auswirkungen auf Technik und Menschen
Die Stufe G1 ist die niedrigste Stufe auf der fünfstufigen NOAA-Skala. Unter solchen Bedingungen sind geringe Schwankungen in den Energiesystemen sowie kleine Auswirkungen auf den Betrieb von Satelliten möglich. Auf hohen Breitengraden kann die Wahrscheinlichkeit für Polarlichter steigen. Die Prognose für den 16. September deutet nicht auf ein extrem starkes geomagnetisches Ereignis hin, allerdings bleiben die kommenden Tage eine Phase erhöhter Aktivität, und NOAA wird seine Prognosen in Kürze aktualisieren.