Drei Tage vor dem Ende der Sommer-Transferperiode hat sich „Manchester City“ offiziell an die Führung des „Liverpool“ gewandt, um den 27-jährigen niederländischen Flügelstürmer Cody Gakpo zu verpflichten. Laut BBC Sport, auf die sich Sport RBC.UA bezieht, wurde der erste Kontakt zwischen den Vereinen am Samstagabend hergestellt, was den potenziellen Wechsel zu einem der größten Ereignisse der letzten Sommertage macht. Gakpo, der in den letzten zwei Saisons zu einem der wichtigsten Offensivspieler der Merseysider geworden ist, wird von den „Citizens“ als Priorität für die Verstärkung der Angriffsreihe vor der entscheidenden Phase der Saison betrachtet.

Kontakt mit „Liverpool“ und die Rolle von „Tottenham“

Laut vorliegenden Informationen zeigte auch der Londoner Verein „Tottenham“ Interesse an Gakpo, der Berichten zufolge sogar als einer der Favoriten im Kampf um den Spieler galt. Der Fußballer selbst neigt den Quellen zufolge jedoch genau zu einem Wechsel zum Lager des ehemaligen englischen Meisters. Bei „Tottenham“ habe die Entscheidung Gakpos, einen Wechsel zu ihnen zugunsten von „City“ abzulehnen, echtes Erstaunen hervorgerufen, berichten britische Medien, insbesondere da die „Spurs“ als einer der Hauptkonkurrenten galten. Damit hat „Manchester City“ den Konkurrenten in der finalen Phase der Verhandlungen faktisch überholt und sich die persönliche Position des Spielers zunutze gemacht.

Warum Gakpo bereit ist zu gehen: Konkurrenz um einen Stammplatz

Die Wahrscheinlichkeit eines Abgangs des Niederländers stieg deutlich, nachdem „Liverpool“ den Transfer von Bradley Barcola vom PSG vereinbart hatte. Bewusst wachsender Konkurrenz durch Barcola, Víctor Muñoz und dem jungen Rio Ngoumo, versteht Gakpo, dass er den Status eines Stammspielers verlieren könnte. Für einen Fußballer, der es gewohnt ist, einer der wichtigsten Trumpftrümpfe in der Offensive zu sein, ist dies ein gewichtiges Argument für einen Vereinswechsel, bei dem ihm regelmäßige Spielzeit und eine zentrale Rolle im System zugesichert werden.

Die finanzielle Seite und die Bedingungen der „Reds“

Aus finanzieller Sicht wäre der Verkauf Gakpos für rund 85 Mio. Pfund ein sehr vorteilhaftes Geschäft für „Liverpool“: Im Januar 2023 hatte der Verein ihn für nur 35 Mio. Pfund vom PSV gekauft. In dieser Zeit erzielte der Spieler 33 Tore in 91 Premier-League-Spielen und startete hervorragend in die neue Saison, indem er in den ersten beiden Spieltagen mit einem Tor und einer Vorlage auf sich aufmerksam machte. Bevor das „grüne Licht“ für den Transfer gegeben wird, strebt „Liverpool“ jedoch an, noch einen weiteren Offensivspieler zu verpflichten. Zu den Prioritätenzielen zählen Yankuba Minteh von „Brighton“ und Ismaila Sarr von „Crystal Palace“.

Personelle Risiken in der Offensive von „Liverpool“

Der Transfer Gakpos birgt für die Merseysider auch ein erhebliches personelles Risiko. Hugo Ekitiké fällt wegen eines Achillessehnenrisses bis 2027 aus, und Alexander Isak kämpft weiterhin mit den Folgen von Verletzungen. Der Verlust Gakpos vor diesem Hintergrund könnte „Liverpool“ mit einer begrenzten Auswahl in der Offensive zurücklassen, was die Vorsicht des Vereins erklärt: Die Führung möchte sich vergewissern, dass eine adäquate Ersatzlösung vorhanden ist, bevor sie den amtierenden Leader ziehen lässt.

Widersprüchliche Angaben

In Veröffentlichungen verschiedener Medien tauchen mehrere Zahlen zur Höhe des Deals auf. Sport RBC.UA nennt unter Berufung auf BBC Sport einen Betrag von rund 85 Mio. Pfund Sterling, während eine Reihe ukrainischer und russischer Sportportale (insbesondere dynamo.kiev.ua) das Angebot von „Manchester City“ mit 100 Mio. Euro beziffern. Formal sind diese Zahlen kursmäßig nahe beieinander, spiegeln jedoch eine andere Währung und möglicherweise eine unterschiedliche Verhandlungsphase wider: 85 Mio. Pfund sind der Richtwert für „Liverpool“, während 100 Mio. Euro der Betrag sind, den „City“ Berichten zufolge vorbereitet. Bis zu einer offiziellen Bestätigung durch die Vereine bleiben der genaue Betrag und die Währung des Deals Gegenstand der Diskussion.