In der spanischen Region Valencia ist ein historisches Ereignis geschehen, das bereits als Symbol für eine neue Ära der Inklusion bezeichnet wird. Mar Galceran ist offiziell als Abgeordnete in das Regionalparament eingetreten und damit die erste Person mit Down-Syndrom, die dieses Amt in der Geschichte der Autonomen Gemeinschaft innehat.
Ein langer Weg zur Macht
Der Erfolg von Galceran ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Sie gehört seit ihrem 18. Lebensjahr der Volkspartei an, was einen mehr als zwanzigjährigen Erfahrungsschatz in der politischen Tätigkeit und im öffentlichen Dienst bedeutet. In dieser Zeit hat sie den Weg vom Aktivistin zur Gesetzgeberin zurückgelegt und bewiesen, dass eine Behinderung kein Hindernis für Führung und das Treffen wichtiger Entscheidungen ist.
Die Persönlichkeit ist wichtiger als die Diagnose
Beim Antritt ihres Mandats hat Mar Galceran ihre Position klar definiert. Sie betonte, dass sie von der Gesellschaft primär als Persönlichkeit und Fachkraft bewertet werden möchte, basierend auf ihrer Arbeit und nicht durch die Brille ihrer Behinderung. Für sie ist dieses Amt keine bloße Formalität, sondern ein Instrument für echte Veränderungen.
Ziel: Erweiterung der Rechte
Die Hauptaufgabe, die sich die neue Abgeordnete gestellt hat, besteht darin, einen Beitrag zur Erweiterung der Möglichkeiten für Menschen mit geistigen Behinderungen zu leisten. Galceran beabsichtigt, ihre Stimme im Parlament einzusetzen, um die Interessen ihrer Gruppe zu vertreten und Ideen der Gleichberechtigung voranzutreiben.
Die Wahl von Mar Galceran wurde in Spanien einstimmig als wichtiger Schritt in der Inklusion und der Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen ins politische Leben des Landes gewertet. Wie die Zeitung The Guardian berichtet, könnte dieser Präzedenzfall der Ausgangspunkt für ähnliche Veränderungen in anderen Regionen werden.