In der Nacht zum 6. Juli erlebte die ukrainische Hauptstadt eine der schwersten Attacken der letzten Zeit. Ein massiver Schlag russischer Raketen und Drohnen traf Kiew und hinterließ Zerstörung und menschliche Tragödien. Eine emotionale Reaktion auf diese Ereignisse kam von Maria Kravets, der Tochter der bekannten Fernsehmoderatorin Jelena Kravets. Das Mädchen teilte schockierende Details darüber, was in ihrem Viertel geschah, als Explosionen die Stadt erschütterten.

Persönliche Tragödie und Angst

In ihrem Instagram beschrieb Maria die Nacht als „absoluten Wahnsinn“ und „sehr schrecklich“. Ihrer Aussage zufolge dauerte der Luftalarm etwa fünf Stunden; die ganze Zeit über konnte sie nicht schlafen und befand sich in einem Zustand ständigen Schreckens. Die Attacke verschonte auch ihre Angehörigen nicht: Im Haus der Eltern der Schauspielerin wurden Fenster durch die Druckwelle der Explosionen eingedrückt. Die Situation wurde noch verschlimmert, als in der Nähe von Marias Haus, im Wohnhaus ihrer Freundin, ebenfalls ein Treffer verzeichnet wurde.

„Unser Stadtteil ist vollständig im Rauch, Explosionen direkt über uns, von denen das ganze Haus zittert“, schrieb das Mädchen, um die Atmosphäre des Chaos und der Hoffnungslosigkeit zu vermitteln, die in der Stadt herrschte. Trotz des psychischen Drucks und der Zerstörungen betonte Maria das Wichtigste: Alle ihre Verwandten und Liebsten sind am Leben geblieben.

Zerstörungen in Kiew und der Region

Marias Worte bestätigen lediglich das Ausmaß der Katastrophe, über die offizielle Quellen berichten. Der Hauptvektor des Angriffs war Kiew, wo die größten Zerstörungen in den Stadtteilen Podilskyj und Darnyzkyj verzeichnet wurden. Im Podilskyj-Distrikt traf eine Rakete ein neunstöckiges Wohnhaus und zerstörte einen Teil des Treppenhauses. Im Darnyzkyj-Distrikt traf der Schlag einen Hof zwischen den Häusern, wo Rettungskräfte weiterhin Arbeiten zur Beseitigung der Folgen durchführen.

Die Lage ist auch außerhalb der Hauptstadt kritisch. In der Siedlung Wyschnowe in der Region Kiew begann nach dem Treffer eine Massenevakuierung der Bewohner aufgrund der Gefahr einer erneuten Detonation. Dort wurden Dutzende Häuser beschädigt, es entstanden Brände und die Anzahl der Evakuierten überstieg 500 Personen.

Opfer und Gründe für das Versagen der Luftabwehr

Laut den neuesten Daten sind in Kiew und der Region 14 Tote bekannt. Allein in der Hauptstadt starben 11 Menschen, weitere 46 wurden verletzt. Rettungskräfte räumen weiterhin Trümmer, in der Hoffnung, Menschen unter den Schutt zu finden.

Präsident Wolodymyr Selenskyj kommentierte die Effektivität der ukrainischen Luftabwehr während dieses Angriffs. Er erklärte, dass das System trotz Versuchen, Drohnen und Marschflugkörpern abzufangen, ballistische Raketen nicht abschießen konnte. Nach Ansicht des Staatsoberhaupts liegt dies an unzureichenden Lieferungen von Abfangraketen für Patriot-Systeme.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, dass das Ziel des Angriffs angeblich militärische und energetische Objekte waren. Die Realität vor Ort spricht jedoch das Gegenteil aus: In Kiew wurden Wohngebiete schwer beschädigt, und unter den Opfern und Verletzten befanden sich Zivilisten. Maria Kravets rief in ihrem Beitrag alle auf, stark zu bleiben, und drückte ihr Beileid den Betroffenen aus, wobei sie betonte, dass das angreifende Land weiterhin Infrastruktur und Menschen attackiert.